⭒🏛️˚.⋆ Gefälschte Geschichte: Die Weltausstellungen – verschwundene Städte von Tartaria

Weltausstellungen nehmen in der Tartarien-Forschung eine Sonderstellung ein und bieten etwas, das nur wenige andere Themen bereithalten: ganze Städte, die auf Fotografien festgehalten, von Millionen Menschen besucht und in Zeitungen gefeiert wurden – nur um anschließend weitgehend aus dem Stadtbild zu verschwinden. Von Guy Anderson

Die übliche Debatte dreht sich meist um die architektonische Schönheit, doch dabei wird ein wesentlicher Aspekt übersehen: Prachtvolle Bauwerke entstehen nicht einfach aus dem Nichts; sie erfordern enorme Ressourcenmengen, spezialisiertes Fachwissen, eine koordinierte Logistik und eine langwierige Vorbereitung.

Nehmen wir zum Beispiel Chicago im Jahr 1893: Die Besucher stießen auf riesige Ausstellungshallen, monumentale Kuppeln, imposante Wasserwege, Brücken, Skulpturen, elektrische Beleuchtungssysteme, parkähnliche Alleen und dekorative Elemente, die sich über Hunderte von Acres erstreckten.

Wenn ich mir diese Bilder heute ansehe, konzentriere ich mich weniger auf das fertige Ergebnis als vielmehr auf den Aufwand, der für die eigentliche Errichtung nötig war.

Bevor auch nur ein einziger Besucher eintraf, musste jemand jeden Balken, jede Glasscheibe, jedes Zierelement, jedes Stahlteil und jede Ausrüstungskomponente beschaffen, die erforderlich waren, um eine freie Fläche in etwas zu verwandeln, das der Hauptstadt einer großen Zivilisation glich!

Allein diese Anforderung führt in einen selten erörterten Bereich, da Zehntausende von Menschen direkt oder indirekt daran beteiligt gewesen wären. Qualifizierte Handwerker, die zu solch kunstvollen Verzierungen fähig sind, entstehen nicht über Nacht – ebenso wenig wie erfahrene Ingenieure, Vermesser, Steinmetze, Metallfachleute, Transportkoordinatoren und Meister ihres Fachs.

Eine derartige Konzentration von Talenten hätte umfangreiche Aufzeichnungen hervorbringen müssen, die dokumentieren, woher diese Menschen stammten, wie sie rekrutiert wurden, wo sie lebten und wie ihre Arbeit koordiniert wurde.

Auch die logistische Herausforderung erscheint außergewöhnlich, mussten doch Ressourcen abgebaut, verarbeitet, transportiert, gelagert, verteilt und verbaut werden. Schienennetze, Verladeanlagen, Lagerhäuser, Auftragnehmer, Zulieferer und Verwaltungsstellen hätten ununterbrochen in Betrieb sein müssen, um den Arbeitsfluss aufrechtzuerhalten.

  

Folglich hätte jede einzelne Phase Rechnungen, Verträge, Schriftverkehr, Zeitpläne, Streitigkeiten, Verzögerungen und Berichte nach sich gezogen. Ein Vorhaben von der Größe einer ganzen Stadt hinterlässt überall Spuren, denn ein Projekt dieser Dimension wirkt sich letztlich auf alle aus, die damit in Verbindung stehen.

Auch physische Gefahren sind ein unvermeidlicher Aspekt des Gesamtbildes. Bauarbeiten, die Aushub, das Heben schwerer Lasten, Arbeiten auf erhöhten Plattformen, die Montage von Strukturen sowie die ständige Bewegung von Maschinen und Geräten umfassen, führen selbst unter modernen Bedingungen zu Verletzungen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Arbeitsschutz im 19. Jahrhundert ganz anders aussah als heute. Dass Tausende von Menschen über lange Zeiträume hinweg gefährlichen Tätigkeiten nachgingen, müsste eigentlich eine beträchtliche Spur aus Krankenakten, Gerichtsverfahren, Versicherungsangelegenheiten, Zeitungsberichten und dokumentierten Todesfällen hinterlassen haben. Angesichts des enormen Ausmaßes der Arbeiten ist das Fehlen solcher Belege daher äußerst bezeichnend!

Auch die Fotografie weist eine Besonderheit auf: In den erhaltenen Sammlungen finden sich zahlreiche Aufnahmen von fertiggestellten Boulevards, vollendeten Hallen, beleuchteten Fassaden, dekorativen Wasserwegen und prachtvollen öffentlichen Plätzen.

Bilder hingegen, die die einzelnen Phasen des Bauprozesses – vom unbebauten Gelände bis zur fertigen Stadt – dokumentieren, sind weitaus seltener vertreten.

Dabei wären Aufnahmen von Fundamentarbeiten, Materialanlieferungen, Lagerplätzen, Unterkünften für die Belegschaft, Montagevorgängen und dem Arbeitsalltag historisch ebenso wertvoll wie das fertige Ergebnis. Letztlich fällt dieses Ungleichgewicht deshalb so stark ins Auge, weil bedeutende Bauvorhaben üblicherweise von Anfang bis Ende dokumentiert werden.

Dann stellt sich die Frage nach dem Rückbau: Enorme Summen, gewaltiger Aufwand, Fachwissen und jahrelange Vorbereitung hatten Stadtviertel geschaffen, die Besucher aus aller Welt in Staunen versetzten.

Doch schon kurz darauf verschwand ein Großteil dieser Pracht vollständig. Aus praktischer Sicht verdienen solche Entscheidungen eine genaue Betrachtung, denn Investitionen in dieser Größenordnung werden selten als bloße Wegwerfprojekte behandelt.

Die Beweggründe sind umso schwerer nachzuvollziehen, wenn man sich Fotografien ansieht, die eher auf Dauerhaftigkeit als auf temporäre Bauten hindeuten.

Diese Beobachtungen spielten eine wichtige Rolle bei meinem eigenen Einstieg in die „Tartarien-Forschung“. In meinem ersten Buch, Tesla und die Cabbage Patch Kids, untersuchte ich verschiedene damit zusammenhängende Themen – darunter Fragen zu verborgener Geschichte, vergessenem Wissen und historischen Ungereimtheiten, die auch heute noch für Aufmerksamkeit sorgen.

Seit der Veröffentlichung des Buches habe ich mich weiterhin mit diesen Ausstellungen befasst, da sie nach wie vor einen der besten Einstiegspunkte in eine weitaus umfassendere Debatte darstellen.

Wann immer ich mich mit den Weltausstellungen befasse, komme ich zu demselben Schluss: Der entscheidende Punkt ist nicht die künstlerische Leistung, die ästhetische Wirkung oder das historische Kuriosum. Vielmehr geht es um die praktische Realität hinter dem, was der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Sobald sich der Fokus von der Bewunderung hin zur Logistik, vom Erscheinungsbild zur Umsetzung und von den Fotografien zum eigentlichen Prozess verlagert, zeichnet sich ein völlig anderes Bild ab.

Für mich bleibt dies einer der überzeugendsten Gründe dafür, warum die Weltausstellungen in der Tartarien-Forschung weiterhin einen so wichtigen Stellenwert einnehmen …

Andere faszinierende Themen über die verfälschte Geschichte lesen Sie im Bestseller von Guy Anderson:

Mehr über die echte gefälschte Geschichte lesen Sie im Buch „Die Schlammflut-Hypothese“ und mehr über die Alte Welt Ordnung in „Die Welt-Illusion“ oder über die Innere und Flache Erde in „DUMBs 2“ oder die Eiswand und die Gefallenen Engel in „Antarktis: Hinter der Eiswand“ sowie über „Die vergessene Welt der Riesenbäume

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