
Ich bin kürzlich der Frage nachgegangen, ob Kronleuchter und Kandelaber ursprünglich tatsächlich für Kerzen konzipiert waren, da die gängige Lehrmeinung allzu viele Fragen offenlässt.
Meiner Ansicht nach deuten ihre gewaltigen Ausmaße, die kunstvolle Fertigung und ihre weite Verbreitung in historischen Gebäuden auf einen weitaus komplexeren Zweck hin. Als ich mich näher mit den Anforderungen befasste, die eine Beleuchtung mit Kerzen mit sich gebracht hätte, fiel es mir zunehmend schwer, die herkömmliche Erklärung zu akzeptieren. Von Guy Anderson
Der Buckingham Palace ist hierfür ein interessantes Beispiel: Das Gebäude umfasst Hunderte von Räumen sowie eine außergewöhnliche Sammlung an Kronleuchtern, Kandelabern, Wandleuchtern und dekorativen Beleuchtungselementen. Aktuellen Schätzungen zufolge beleuchten heute rund 4000 elektrische Glühbirnen den Palast und das dazugehörige Gelände – wenngleich es unrealistisch wäre anzunehmen, dass jede moderne Leuchte direkt eine frühere Kerze ersetzt hat.
Doch selbst wenn nur ein kleiner Teil dieser Beleuchtungspunkte einst mit Kerzen betrieben wurde, wäre die für einen einzigen Abend benötigte Anzahl dennoch enorm hoch gewesen.
Viele prachtvolle Kronleuchter boten Platz für Dutzende einzelner Lichtquellen, und in den Prunkräumen befanden sich oft zahlreiche solcher Leuchter. Da eine herkömmliche Kerze nur eine begrenzte Zeit brannte, bevor sie ersetzt werden musste, erforderte eine gleichbleibende Beleuchtung eine kontinuierliche Versorgung aller genutzten Gebäude.
Zudem mussten Bedienstete die Dochte kürzen, abgebrannte Kerzen austauschen, Wachsreste entfernen, die Leuchter polieren und sicherstellen, dass alle häufig genutzten Räume den ganzen Abend über beleuchtet blieben.
Diese Herausforderung gewinnt erheblich an Dimension, wenn man den Blick über eine einzelne königliche Residenz hinaus weitet, denn eine vergleichbare Beleuchtung war in unzähligen historischen Gebäuden weltweit erforderlich.
Paläste, Burgen, Kathedralen, Kirchen, Theater, Universitäten, Regierungsgebäude und die Häuser Wohlhabender – sie alle benötigten künstliches Licht. Daraus ergab sich ein enormer praktischer Aufwand, insbesondere da jedes genutzte Gebäude regelmäßig mit neuem Brennmaterial versorgt werden musste.
Die Herausforderung beschränkte sich keineswegs nur auf die Fertigung, denn jede fertige Kerze basierte auf Rohstoffen, die lange vor Beginn der eigentlichen Produktion beschafft worden waren.
Tierfett, Bienenwachs, Walrat und andere wertvolle Ressourcen mussten gesammelt, verarbeitet, transportiert und gelagert werden, bevor Fachkräfte sie schließlich in brauchbare Produkte verwandelten. Zudem erforderten die fertigen Kerzen Verpackung, Vertrieb, Lagerung, Austausch und ständige Instandhaltung in Tausenden von genutzten Gebäuden.
Historische Aufzeichnungen zeichnen das Bild eines Gewerbes, das eher von Privathaushalten, lokalen Kerzenmachern, Zunftmitgliedern und vergleichsweise kleinen Werkstätten geprägt war als von riesigen Industriebetrieben nach modernem Maßstab.
Erst sehr viel später hielt die mechanisierte Fertigung Einzug; sie ermöglichte es größeren Herstellern, ihre Produktionsmenge mithilfe spezialisierter Maschinen und verbesserter Fertigungsverfahren drastisch zu steigern. Zuvor jedoch beruhte die Kerzenherstellung offenbar vorwiegend auf arbeitsintensiven Verfahren, die von vergleichsweise bescheidenen gewerblichen Strukturen getragen wurden.
Dies wirft eine wichtige Frage auf, die eine weitaus genauere Untersuchung verdient, als ihr üblicherweise zuteilwird: Wenn die Beleuchtung in einem derart großen Maßstab tatsächlich auf Kerzen beruhte, woher stammten dann die benötigten Rohstoffmengen, und wie wurden sie verarbeitet, transportiert und so zuverlässig verteilt, dass der ständige Bedarf gedeckt werden konnte?
Aus diesen Gründen vermute ich, dass Kronleuchter und Kandelaber einst Teil eines völlig anderen Beleuchtungssystems gewesen sein könnten.
Ob diese Technologie der modernen Glühbirne ähnelte oder auf Prinzipien beruhte, die seither unterdrückt wurden, lässt sich für mich derzeit nicht mit Sicherheit feststellen.
Ich habe kürzlich über die „Hearth Sphere“ geschrieben – ein metallisches Objekt von der Größe einer Bowlingkugel, das möglicherweise Energie in Wohnhäusern und größeren Gebäuden übertragen hat.
Es ist mit den „Bugas-Kugeln“ vergleichbar, da beide Objekte offenbar zu einem verborgenen oder in Vergessenheit geratenen Energieverteilungssystem gehören. Sollte ein solches System tatsächlich existiert haben, könnte es eine alternative Erklärung dafür liefern, wie große Gebäude beleuchtet wurden, ohne dabei gänzlich auf Kerzen, Öl, Petroleum oder Stadtgas angewiesen zu sein.
Mein Interesse gilt auch der altägyptischen Bildsprache, da einige Forscher bestimmte Reliefs nicht als rein symbolische Kunstwerke, sondern als Darstellung hochentwickelter Beleuchtungsvorrichtungen deuten.
Sollten sich – auch wenn diese Interpretationen umstritten sind – einige dieser Ansätze tatsächlich als richtig erweisen, könnte sich unser Verständnis antiker Technologie auf eine Weise wandeln, die für viele Menschen nur schwer begreiflich wäre …
Andere faszinierende Themen über die verfälschte Geschichte lesen Sie im Bestseller von Guy Anderson:
Mehr über die echte gefälschte Geschichte lesen Sie im Buch „Die Schlammflut-Hypothese“ und mehr über die Alte Welt Ordnung in „Die Welt-Illusion“ oder über die Innere und Flache Erde in „DUMBs 2“ oder die Eiswand und die Gefallenen Engel in „Antarktis: Hinter der Eiswand“ sowie über „Die vergessene Welt der Riesenbäume“













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