🌋 Italiens Supervulkan bebt wieder: Erdbeben weckt Anwohner mitten in der Nacht, 2172 Menschen evakuiert

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In der Nacht ist es im Gebiet der Campi Flegrei zu einem neuen Erdbeben gekommen. Am Montag (10. August) um 2:27 Uhr wurde ein Erdstoß der Stärke 3 in einer Tiefe von 4 Kilometern registriert.

Das Beben wurde von der Einsatzzentrale des INGV-OV in Neapel lokalisiert und reiht sich ein in einen seismischen Schwarm, der seit Montag um 00.27 Uhr nach Angaben des Ingv weitere sechs, weniger starke Erschütterungen verzeichnet hat.

Der Erdstoß der Stärke 3 wurde von den Bewohnern im Gebiet der Campi Flegrei deutlich gespürt und löste erneut Angst aus. Er ereignete sich neun Tage nach dem heftigeren Beben vom Freitag, dem 31. Juli, das mit seiner Magnitudo 4,7 – der stärksten in den vergangenen 40 Jahren in der Region – erhebliche Schäden an Wohnhäusern in der Gemeinde Pozzuoli verursacht hat.

Die Bilanz der Lage nach den in den vergangenen Tagen durchgeführten Kontrollen der Standsicherheit der Gebäude weist 123 vom Rathaus Pozzuoli erlassene Räumungs- beziehungsweise Nutzungsuntersagungsverfügungen aus. Betroffen sind 831 Familienverbünde mit insgesamt 2172 Menschen, von denen 2060 in eigenständigen Unterkünften und 112 in Hotelanlagen untergebracht sind.

Weitere 68 Personen, darunter auch Menschen, für die keine offizielle Räumungsverfügung vorliegt, sind im Palatrincone aufgenommen worden. In der vergangenen Woche kam es nahezu täglich zu Protesten der Bevölkerung von Pozzuoli, die auf die Straße ging, um ihre Besorgnis und ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen und das zu beklagen, was sie als unzureichende Antworten der staatlichen Institutionen bewerten.

Die Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass viele, die gezwungen waren, ihre Wohnung zu verlassen, große Schwierigkeiten haben, eine neue Bleibe zu mieten.

Zahlreiche Betroffene berichten, dass es nahezu unmöglich sei, eine Wohnung zu finden, weil viele Vermieter keine Familien mit Kindern oder Hundehalter akzeptierten. Unterdessen werden die Unterstützungsmaßnahmen für die Bevölkerung und die strukturellen Überprüfungen fortgesetzt, begleitet von der ständigen Überwachung durch das vom Präfekten von Neapel, Michele di Bari, in Abstimmung mit dem Zivilschutzressort eingerichtete Koordinierungszentrum für Rettungsmaßnahmen.

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