Evolutionslügen: Fiktive Datierungen

Stephen Jay Gould, ein bekannter Paläontologe an der Harvard-Universität erklärt die Sackgasse der Evolution folgendermaßen: »Was würde aus unserer Stufenleiter, wenn es drei nebeneinander bestehende Stämme von Hominiden (Australopithecus africanus, die robusten Australopithecinen und Homo habilis) gibt, keiner deutlich von dem anderen abstammend?

Darüber hinaus zeigt keiner von ihnen irgendeine evolutive Neigung während ihres Daseins auf der Erde« (»Natural History«, Bd. 85, 1976, S. 30). Die Koexistenz dieser nach der Evolutionstheorie nacheinander existierenden Übergangsstufen zwischen Affen- und Menschenwesen widerspricht der Evolutionstheorie. Von Dr. Hans-Joachim Zillmer

Irrte Hans Reck?

Im Jahre 1913 entdeckte Professor Hans Reck (Universität Berlin) in der ostafrikanischen Olduvai-Schlucht ein menschliches Skelett. Die Skelettreste mitsamt einem kompletten Schädel waren fest in der Matrix einzementiert und mussten mit Hammer und Meißel herausgelöst werden. Auf Grund unmittelbar darunter liegenden Fossilien wurde das Recksche Skelett (aus der Schicht II) ins ältere Pliozän (–1,7 bis –0,72 Millionen Jahre) datiert.

Louis Leakey stützte die Altersbestimmung (»Nature«, Bd. 121, S. 499–500). Diese Meinung wurde 1931 durch die Neuentdeckung von Steinwerkzeugen in den Olduvai-Schichten I und II bekräftigt. Heutzutage wird der Schicht II ein Alter von 1,15 Millionen Jahre zugestanden.

In einem im Fachmagazin »Nature« abgedruckten Brief bestätigten Leakey, Reck und A. T. Hopwood (British Museum of Natural History), dass das Skelett von Anfang an in Schicht II lag, wie von Reck dargestellt. Die beschriebene Schichtenfolge wird noch heute anerkannt: Die ersten vier Schichten bestehen aus verschiedenartigen, in Wasser abgelagerten vulkanischen Tuffen, während die oberhalb liegende Schicht V lössartig ist.

Meinungsänderung

Nach heftigen Diskussionen im Fachblatt »Nature« nahmen Reck und Leakey schließlich ihre Stellungnahme zurück und erklärten, das Skelett sei wahrscheinlich doch in Schicht II nachträglich eingedrungen und nicht älter als der Kontinuitätsbruch unter der oberhalb liegenden Schicht V. Der Grund der Meinungsänderung ist nicht bekannt. War ihr akademisches Ansehen in Gefahr?

Der Grund für diesen Streit liegt darin begründet, dass »der Mensch der Olduvai-Schlucht kein Neandertaler war, sondern eher zum Aurignacien-Typ gehörte« (MacCurdy, 1924, S. 423). Damit ist gemeint, dass es sich um einen modernen Frühmenschen handelt, dessen Skelett keine anatomischen Unterschiede zu unserem aufweist.

Moderne Menschen gibt es aber offiziell im Vorderen Orient erst seit 100 000 Jahren und in Afrika seit 140 000, neuerdings 200 000 Jahren. Wenn die Evolutionsleiter der menschlichen Ahnenreihe richtig sein soll, dann kann es vor über einer bis zwei Millionen Jahren natürlich keinen modernen Menschen (Homo sapiens sapiens) gegeben haben. Punktum!

Also muss es aus dogmatischen Gründen zwingend eine Bestattung in einer zu alten Schicht sein, obwohl die Fachleute das einzementierte Skelett aus der ungestörten Matrix herausmeißeln mussten. Falls man in der Schicht II einen Homo erectus gefunden hätte, wäre gegen die Datierung von einer Million Jahren überhaupt kein Einwand laut geworden.

Rolle rückwärts

Im Jahre 1960 machte man in der Olduvai-Schlucht einen neuen Oberflächenfund: Der Schädel wurde Homo erectus (OH 9) zugeordnet. Eigentlich sollte diese Menschenart nicht in jüngeren Schichten der Oberfläche, sondern in tieferen, älteren Schichten gefunden werden. Mit anderen Worten, gerade dieser Schädel hätte von der Zeitbestimmung her ideal in die Schicht II und damit in die menschliche Evolutionsleiter gepasst.

So geschah es dann auch! Weil an der Schädelbasis angeblich Matrixreste der Schicht II klebten, wurde dieser Oberflächenfund der wesentlich tiefer liegenden Schicht II zugeordnet – mit einem Alter von einer Million Jahren. Diese Schicht passt dann auch haargenau in den propagierten Zeithorizont des Homo erectus. Insgesamt handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel, wie Nichtpassendes passend gemacht wird.

Die Anthropologie hat die Widersprüche mit aktuell-wissenschaftlichem Sachverstand und genialer Einfachheit für die Fachwelt gelöst: Skelette in die richtigen geologischen Schichten zu bringen ist für einen orthodox denkenden Fachmann eine einfache Übung. Nicht Eingeweihte und Laien haben dies zu glauben. Glauben sie nicht, sind sie Unwissende.

Fiktive Beweisführung

Der weltbekannte Anthropologe und Starprofessor der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Deutschland), Reiner Protsch, handelt nach dieser Einstellung und bestätigte dem modernen Menschen aus der wesentlich zu alten Bed II-Schicht: »Theoretisch sprechen mehrere Fakten gegen ein hohes Alter des Hominiden, zum Beispiel die Morphologie« (Protsch, 1974, S. 382). Protsch ging also nach dem Motto vor: Ein moderner Mensch muss jung sein.

Aber Professor Protsch konnte seine Meinung vorgeblich wissenschaftlich untermauern. Nach 61 Jahren wurden die Reckschen Knochen aus dem ver- staubten Museumskeller geholt und mit der Radiokarbon-Methode datiert, angeblich. Die Datierung ergab für das Skelett des modernen Menschen aus der nach geologischen Maßstäben einer Million Jahre alten Schicht II ein Alter von rund 17 000 Jahren (Protsch, 1974), und diese Datierung passte dann genau zum Zeithorizont des modernen Menschen.

Also wurde wissenschaftlich sogar durch neuzeitliche Messungen nachträglich bewiesen, dass es sich hier tatsächlich um einen Irrtum der damaligen Fachleute handelte und eine Nachbestattung in alten Schichten vorlag?

Es wurde schon damals Kritik an Protschs Datierung laut, da die Begleit- umstände der Datierung nicht vertrau- enswürdig erschienen. Außerdem waren schon verschiedene Radiokarbon-Datierungen von Funden aus Olduvai für die Fachleute viel zu jung ausgefallen. Diese für die Menschheitsgeschichte zu niedrigen Zahlen wurden dann auch mit Verunreinigungen durch sekundäre Kohleverbindungen aus dem Erdreich erklärt.

Da ja ein zu erwartendes Ergebnis schon vor der Messung feststeht, muss man bei Fehlmessungen die falschen Ergebnisse einfach ignorieren oder nur richtig interpretieren, beispiels- weise für außerhalb des Messbereichs liegend erklären oder das Messergebnis rechnerisch korrigieren. Der Fantasie des Experten sind keine Grenzen gesetzt: Der Zweck heiligt die Mittel, denn die Evolution des Menschen ist ja bewiesen. Was machen da schon ein paar Irrtümer aus?

Entsprechend diesem Muster hatte Protsch einen von der Fachwelt sehnsüchtig gewünschten und händeringend erwarteten Dienst erwiesen: Er hatte Licht ins Dunkel gebracht und eine sehr problematische Entdeckung im Sinne moderner Forschung gelöst. Plötzlich passte das Recksche Skelett wie maßgeschneidert in die Evolutionsleiter. Der Fall war für die Fachleute endlich geklärt und abgeschlossen. Der Aufklärer wurde weltweit gefeiert. Weitere Diskussionen werden unterbunden.

Wer ist denn eigentlich dieser Professor Dr. Dr. Reiner Protsch? Es handelt sich um den schon im Zusammenhang mit den Fälschungen der Datierungen von Steinzeitschädeln bereits erwähnten Reiner Protsch, der seit 1991 den Adelstitel von Zieten trägt.

Erfundene Datierungen

War Professor Dr. Reiner Protsch überhaupt Fachmann für Datierungen? Laut einem Bericht im Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« (34/2004) konnte er mit einem Gerät zur Radiokarbon-Datierung (C-14-Gerät) wenig anfangen: »Erst der Physiker Bernhard Weninger, der 1981 nach Frankfurt wechselte, machte die Messstelle fit.

Die Apparatur war ein ›Potemkinsches Dorf‹, erinnert sich Weninger: Sie sah sehr gut aus, doch das Labor hatte keinerlei Eichparameter, die Eigenschaften des Zählers waren völlig unbekannt, es war niemals in Betrieb gewesen vor meiner Zeit.« Anscheinend konnte Starprofessor Protsch 1974 noch keine fachgerechte Radiokarbon-Datierung durchführen und erfand ganz einfach die von der Fachwelt ersehnte »Verjüngung« des Reckschen Skeletts aus der Olduvai-Schlucht.

»Intern war der C14-Professor für solche Mogeleien bald berüchtigt. Seine Assistenten sprachen von ›protschern‹ und ›mentaler Datierung‹. Wichtige Fossilien wurden so ins völlig falsche Jahrtausend sortiert. Der angeblich 36 000 Jahre alte »Neandertaler von Hahnöfersand« zum Beispiel starb in Wahrheit um 5500 vor Christus« (»Der Spiegel«, 34/2004). Der »älteste Westfale« von Paderborn-Sande wurde entspre- chend über Nacht fast zum »jüngsten Westfalen«, denn er ist jetzt nur noch 250 Jahre jung.

Damit wird der Fall Protsch aber nicht zu dem Fall eines einzelnen geltungs- und geldgeilen Wissenschaftlers, also eines Einzelgängers, sondern es handelt sich hier um eine von der Glaubensgemeinschaft der Anthropologen voll und ganz akzeptierte Mogelpackung hinsichtlich Menschwerdung und letztendlich auch der geologischen Datierung, gestützt und unterstützt durch Assistenten und Kollegen, ohne das über Jahrzehnte hinweg sich offiziell irgendjemand an der Universität Frankfurt mit dieser Problematik überhaupt beschäftigte, bis »Der Spiegel« den Skandal aufdeckte.

Geheimbünde?

Im Oktober 1998 wurde der Film »Hat die Bibel doch Recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise« von Fritz Poppenberg beim Fernsehsender »Sender Freies Berlin« ausgestrahlt. Daraufhin erhoben drei Wissenschaftler offiziell Einwände. Der Dokumentarfilm erhielt einen Sperrvermerk und »darf planmäßig nicht mehr im Fernsehen gezeigt werden« (Kutschera, 2004, S. 248). Nachdem Professor Dr. Ulrich Kutschera (Universität Kassel) während einer Rede mit dem Titel »Evolution, das Generalthema der Biowissenschaften« auf der Jahrestagung des Verbands deutscher Biologen am 27. Oktober 2002 explizit vor Poppenbergs Film, den Büchern »Darwins Irrtum« (1998) und »Ein kritisches Lehrbuch« (Junker/ Scherer, 2001) gewarnt hatte, gründete man im Anschluss an das Treffen die Arbeitsgemeinschaft Evolutionsbiologie, um die weitere Einflussnahme des Antidarwinismus auf Bildung und Öffentlichkeit zu verhindern und die Arbeitsplätze der Evolutionstheoretiker zu sichern.

Die Gründung der AG Evolutionsbiologie dient der argumentativen Vertuschung der Fälschungen in der Evolutionsforschung und der Erfindungen von entsprechenden Datierungen mit dem Zweck, »die Einflussnahme des Antidarwinismus auf Schule und Öffentlichkeit … zu begrenzen« (Pressemitteilung Dr. Georg Kääb, 29. 4. 2004).

Entsprechend wird unter der geballten Kraft der vereinigten Gralshüter der Evolution Druck auf die großen Medien ausgeübt, um möglichst alle Publikationen, die sich kritisch mit der Evolution auseinandersetzen, zu verhindern. Der AG-Vorsitzende Professor Ulrich Kutschera durfte in der ARD-Fernsehsendung »W wie Wissen« am 20. Oktober 2004 eine einseitige Stellungnahme abgeben und warnte in dieser Sendung vor auflagenstarken gefährlichen Büchern wie »Darwins Irrtum«.

Die Folge: Über evolutionskritische Veröffentlichungen wird nicht mehr berichtet und diese erhalten einen Sperrvermerk. Ziel ist die Normierung der öffentlichen Meinung, so wie die katholische Kirche im auslaufenden Mittelalter versucht hatte, die vielen Widersprüche der Bibel durch rhetorisch geschulte Spezialisten zu vertuschen, um gleichzeitig ihre Gegner mit allen Mitteln mundtot zu machen. Heutzutage wird analog mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Evolutionskritiker verfahren.

Disziplinierung

Eine Beschwörungsformel der Evolutionisten lautet: Entweder man glaubt an die Evolutionstheorie oder man fällt religiösen Eiferern (Schlagwort Kreationismus) in die Hände. Das ist Unsinn! Diese Parolen und das Zeichnen eines Schwarz-Weiß-Bildes, einhergehend mit dem Schüren von Ängsten, zeigen allen- falls, wie schwach viele Wissenschaftler ihre Erklärungsmuster tatsächlich einschätzen und sich inquisitionsartiger Methoden bedienen, um kontroverse Diskussionen mit allen Mitteln zu verhindern.

Aber Darwins Evolutionstheorie ist längst nur noch ein Mythos, der nur noch lebt, weil scheinbar für Menschen jeder Bildungsstufe mit einfachen Worten und mit etwas Fachchinesisch gespickt, bildlich plakativ der Ursprung der Menschheit erklärt wird.

»Dogmatische Darwinisten beginnen damit, die Interpretation der Beweise eng einzuschränken, und beanspruchen, dass dies die einzige Möglichkeit sei, Wissenschaft zu betreiben. Kritiker werden als unwissenschaftlich gebrandmarkt, die Veröffentlichung ihrer Beiträge wird von den maßgeblichen Journalen verweigert, deren Veröffentlichungsgremien von den Dogmatikern beherrscht sind.

Den Kritikern wird Förderung durch staatliche Organe versagt, welche Projektvorschläge für eine Förderung zur ›kollegialen‹ Begutachtung an die Dogmatiker weiterleiten, und so werden die Kritiker allmählich vollständig aus der wissenschaftlichen Gesellschaft verbannt. In diesem Prozess verschwindet jeglicher Beweis gegen die Darwinsche Anschauung einfach, geradeso wie Zeugen gegen die Mafia.

Oder der Beweis wird in spezialisierten Veröffentlichungen beerdigt, wo er nur von hingebenden Forschern gefunden werden kann. Sobald die Kritiker zum Schweigen gebracht wurden, und alle Gegenbeweise unter den Teppich gekehrt wurden, erklären die Dogmatiker, dass eine wissenschaftliche Debatte über ihre Theorie im Gange sei, und dass keine Beweise gegen sie vorlägen« (Wells, 2000, S. 235 f.).

Isolierte Spezialisierung

Die Evolutionstheorie hatte aufgrund ihrer lächerlich einfachen Erklärungsmuster bis Anfang des 20. Jahrhunderts keine reale Chance, ernst genommen zu werden. Eine vernunft- widrige Theorie, wie die der Makroevolution, besaß deshalb keine echte Chance für einen gesellschaftspolitischen Durchbruch – ohne vorzeigbare Funde.

Deshalb war und ist man bis zum heutigen Tag gezwungen, wissenschaftlich Fälschungen anzufertigen. Nach über 100 Jahren der Evolutionsfälschungen (u. a. Piltdown-Schädel, Nebraska-Mensch, Archaeoraptor – siehe „Die Evolutionslüge“ S. 269 ff.) ist jetzt eine Theorie in den Köpfen der Menschen verankert, die als Selbstläufer und Selbstgewissheit nicht mehr hinterfragt wird.

Die jüngeren Wissenschaftler wer- den in unseren Universitäten als Theoretiker und trainierte Spezialisten wie Hamster im Laufrad ausgebildet. Sie lernen bestimmte Gesetze, wie die gefälschte Haeckels Embryonaltheorie (siehe „Darwins Irrtum“, S. 256 ff.), auswendig, hinterfragen diese aber nie, weil es ganz einfach verboten ist, wenn man irgendwann mal ein Diplom und danach auch noch eine Professur erhalten will.

Jüngere Wissenschaftler fühlen sich aufgrund der zur Verfügung stehenden technischen Apparate, Messgeräte, Son- den und Computern den mit der Natur verbundenen, ja darin verwurzelten Wissenschaftlern vor einhundert Jahren überlegen. Dabei weiß beispielsweise ein heutiger spezialisierter Mikrobiologe kaum etwas über Makroevolution und ähnliche Problemthemen. Interdisziplinäre Ausbildung, die nötig wäre, findet fast überhaupt nicht mehr statt.

Man verliert die Zusammenhänge aus den Augen, und an den Schnittstellen der einzelnen Disziplinen, auch innerhalb eines Fachgebiets, bilden sich große Verwerfungen des anscheinend gesicherten Wissens aus.

Es gelingt fast nur interessierten Außenseitern, auf diese Disharmonien und Widersprüche aufmerksam zu machen. Hierzu gehören auch Wissenschaftler, die außerhalb ihres eigentlichen Spezialgebietes, sozusagen interdisziplinär, forschen. Auch diese Wissenschaftler werden von ihren Kollegen beschimpft, bis sie sich offiziell nicht mehr aus ihrer Deckung wagen. Ein paar Ausnahmen bestätigen zum Glück die Regel.

Genau dieses Vorgehen hat System, denn wenn die eklatante Fälschung der Altsteinzeit an der Universität Frankfurt exemplarisch als bedauernswerte Verfehlung eines einzelnen, extrem geltungssüchtigen Wissenschaftlers dargestellt wird, dann stellt sich die Forschung selbst, insbesondere im gewollten Zusammenspiel mit den großen Medien, einen Freibrief für einen weiter andauernden Wissenschaftsbetrug aus, der beabsichtigt ist und von den großen Medien gedeckt wird.

Keine Kontrollmechanismen

In der Fernsehsendung »nano« (Fernsehsender »3sat«) wurde am 14. März 2005 dargestellt, dass eine Untersuchungskommission der Universität Frankfurt den Betrug des Reiner Protsch nach jahrelangen Hinweisen anderer Forscher selbst, also universitäts- intern aufgedeckt hat. Das ist auch eine bewusste Täuschung, denn es gibt keine entsprechenden Kontrollmechanismen an den Universitäten. Diese sind auch gar nicht erwünscht und für das universitäre System kontraproduktiv.

Der »Rheinische Merkur« (Nr. 37 vom 9. 9. 2004) wies aus dieser Haltung heraus nachvollziehbar darauf hin, dass die universitäre Welt und der mögliche Täter zu schützen sei, während die ohnehin viel zu späten »Verräter« des Betrugs attackiert werden müssen (vgl. Illig, 2004, S. 499 f.) – also eine Umkehr des Verursacherprinzips.

Deshalb haben diese seit über 30 Jahren vollzogenen, bei Kollegen und Koautoren bekannten und von diesen mitzuverantwortenden Fälschungen keinerlei offiziellen Aufruhr verursacht. Die Untersuchungskommission der Universität Frankfurt wurde erst ins Leben gerufen, nachdem die Fälschungen im Magazin »Der Spiegel« veröffentlicht wurden. Denn die Universität ist eine eigenständige, in sich abgeschlossene Welt, die seine Mitarbeiter schützt.

Wissenschaftlicher Betrug wird nicht verfolgt, solange nicht Dritte finanziell geschädigt werden. Deshalb wurde Reiner Protsch friedlich in den Ruhestand versetzt: Man nimmt den geflügelten Neujahrsspruch »same procedure as every year« wörtlich und verfährt weiterhin wie gewohnt.

Die aufgedeckte, groß angelegte Fälschungsaktion an der Universität Frankfurt scheint für die Gesellschaft der Anthropologie vollkommen zweitrangig, ja belanglos zu sein. Deren zweiter Vorsitzender, Professor Carsten Niemitz (Freie Universität Berlin), meint deshalb sogar feststellen zu müssen, dass die Geschichte der Menschheit auf keinen Fall umgeschrieben werden muss. Arroganz pur!

Aber es genügt nicht, ein paar fossile Steinzeitschädel in den Museumskeller zu verbannen und in den Handbüchern ein paar Zeilen zu schwärzen. Die Evolutionslüge macht offenkundig, dass die durch die Völker seit dem Mittelalter erkämpfte politische Mitbestimmung und Meinungsfreiheit in den Wissenschaften von der Erd- und Menschheitsgeschichte (und anderen?) noch nicht ansatzweise Einzug gehalten hat.

Dieser wissenschaftliche Elfenbeinturm befindet sich vergleichsweise noch in dem heilen Zustand wie die römisch- katholische Kirche vor dem Fall Galileo Galilei. Aber dieses wissenschaftliche Lügengebäude ist mit klaffenden Rissen durchzogen und wird einstürzen. Bis dahin versucht man Nichtpassendes passend zu machen, um die gröbsten Risse (= Fälschungen und Irrtümer) zu kitten.

Verjüngungskur

Die Lehrmeinung über die Menschheitsgeschichte ist ins Wanken geraten, denn »Leider habe man nach dem ›Aussortieren der faulen Eier‹ (= falsche Datierungen) kaum noch bedeutende Menschenfunde aus dem Zeitraum zwischen 40 000 und 30 000 … ›Ältester Knochenfund in Deutschland ist … nun ein Skelett aus der mittleren Klausenhöhle in Bayern mit 18 590 Jahren« (»dpa«, 16. 8. 2004, 17:59 Uhr), das jedoch noch nicht neu untersucht wurde.

Die Neandertaler, ebenso wie früh-moderne Cro-Magnon-Menschen, haben sich verflüchtigt beziehungsweise wurden höchstens zu Jungsteinzeitleuten mit einem Alter von höchstens bis zu einigen tausend Jahren verjüngt. Damit wurde eine in »Darwins Irrtum« postulierte These untermauert, dass eine Menschheitsgeschichte über Jahr- zigtausende hinweg nicht nachgewiesen werden kann und die Menschen der jüngeren Altsteinzeit mit den Neandertalern höchstens ungefähr 5000 Jahre alt sind.

1 Kommentar

  1. Warum gehen die Wissenschaftler davon aus das diese verschiedenen Menschenarten zu verschiedenen Zeiten gelebt haben müssen und Jahrtausende dazwischen zu sein haben.

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