Die stärkste Sonneneruption des aktuellen Sonnenzyklus hat sich gerade ereignet (Video)

Die stärkste Sonneneruption des aktuellen Sonnenzyklus in Bezug auf den maximalen Röntgenfluss wurde gerade um Sonnenregion AR 3514 um 17:02 UTC (14. Dezember) entdeckt.

Das X2.8-Ereignis ist für einen koronalen Massenauswurf (CME) verantwortlich, der möglicherweise eine erdgerichtete Komponente hat.

Es wurde eine Funkemission vom Typ II mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 2118 km/s aufgezeichnet. Weitere Informationen zu diesem Großereignis folgen.

Erdgesteuerte CME: Die Sonneneruption erzeugte einen vollständigen halokoronalen Massenauswurf (CME), das hauptsächlich nach Westen gerichtet zu sein scheint, jedoch scheint eine auf die Erde gerichtete Komponente offensichtlich zu sein. Ein Streifschuss ist innerhalb von 48-72 Stunden möglich.

Nachtrag 15.12.2023:

Die hohe Sonnenaktivität setzt sich mit einem dualen M6.3/M6.9-M-Flare um AR 3514 fort. Dieses Ereignis erreichte gerade um 07:34 Uhr seinen Höhepunkt UTC.

Es ist wahrscheinlich, dass ein weiterer koronaler Massenauswurf (CME) eine überwiegend westliche Flugbahn hat. Sollte es eine erdgesteuerte Komponente geben, wird ein Update bereitgestellt.

Sonnenzyklus soll nächstes Jahr seinen Höhepunkt erreichen

Forscher des Center of Excellence in Space Sciences India am IISER Kolkata haben kürzlich eine neue Studie veröffentlicht, die aufschlussreiche Verbindung zwischen dem Magnetfeld der Sonne und dem Sonnenfleckenzyklus aufgedeckt hat.

Dadurch konnten die Forschenden möglicherweise die Vorhersage des Höhepunkts der Sonnenaktivität verbessern.

Ihre Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Höhepunkt des 25. Sonnenfleckenzyklus, auch solarer magnetischer Aktivitätszyklus genannt, bald bevorsteht. Und zwar schon innerhalb der nächsten zwölf Monate. Die neue Forschungsarbeit wurde in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society: Letters veröffentlicht.

Die Sonne, besteht aus heißem ionisiertem Gas, auch Plasma bekannt. Innerhalb der Sonne formen riesige Plasma- und Konvektionsströme Magnetfelder, die sich an der Oberfläche als dunkle Flecken manifestieren.

Diese Sonnenflecken – mit ungefähr der Größe der Erde – tragen einen starken Magnetismus in sich, der etwa 10.000 Mal stärker ist als unser Erdmagnetfeld.

Gelegentlich werden diese Magnetfelder durch heftige Ereignisse, wie zum Beispiel Sonneneruptionen, gestört. Dadurch kommt es zu magnetischen Sonnenstürmen wie Flares (Plasma-Magnetfeldbögen) oder koronalen Massenauswürfen.

Diese Stürme setzen hochenergetische Strahlung frei und schleudern große Mengen magnetisierten Plasmas ins All. Besonders starke Stürme können sogar Satelliten in der Erdumlaufbahn sowie Strom- und Telekommunikationsnetze schwer beschädigen, wenn sie auf die Erde treffen.

Seit dem frühen 16. Jahrhundert beobachtet man, dass die Anzahl der Sonnenflecken auf der Sonne in regelmäßigen Abständen schwankt. Etwa alle elf Jahre erreicht die Anzahl der Flecken und die Intensität der Sonnenaktivität einen Höhepunkt.

Der Sonnenzyklus entsteht durch einen Dynamomechanismus, angetrieben durch die Energie der Plasmaströme im Inneren der Sonne.

Man geht davon aus, dass dieser Mechanismus zwei Hauptkomponenten des Magnetfelds der Sonne umfasst, von denen sich die eine im Zyklus der Sonnenflecken und die andere im Recycling des großräumigen Dipolfelds der Sonne manifestiert – letzteres ist dem Magnetfeld der Erde sehr ähnlich und erstreckt sich von einem Pol der Sonne zum anderen.

Wenn die Sonnenaktivität nach elf Jahren ihren Höhepunkt erreicht, kommt es zu einem Wechsel der magnetischen Pole.

Video:

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