Die Schlammflut-Hypothese: Die Tartaria-Intrige begann mit einem freigegebenen Dokument der CIA

1 Die Theorie

Nach dem Sturz der Romanows im Jahr 1917 endete die Phase der Schweigsamkeit. Tatsächlich erschienen viele hervorragende Werke russischer Emigranten zur antiken russischen Geschichte, die zahlreiche Kuriositäten aufdeckten, die lange Zeit verborgen geblieben waren. (Anatoly Fomenko)

 Das Phänomen der „Verschwörungs- und Randtheorien“ hat die Menschen schon immer beschäftigt. Was durchaus Sinn macht, weil fesselnde und unterhaltsame Hypothesen mit scheinbar fundierten Schlussfolgerungen, die oft auf unvollständigen und nicht zusammenhängenden oder falschen Annahmen beruhen, das öffentliche Interesse wecken. Aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet, liefern sie oft stichhaltige Argumente. (aus dem Buch „Die Schlammflut-Hypothese: Die Geschichte der Theorie über das große Reich von Tartaria“)

Randtheorien nutzen in der Regel reale oder imaginäre Personen oder Organisationen, die im Geheimen operieren und Handlungen manipulieren.    Seit der Einführung des Internets explodieren solche Theorien geradezu, die für ein breites, öffentliches Publikum aufgestellt und aus zahlreichen Quellen unbekannter Herkunft stammen oder aber auf fundierten Studien basieren, die von der Mainstream-Wissenschaft belächelt oder bekämpft werden.

In den letzten Jahren wurden beispielsweise Theorien über das elektrische Universum und die Plasma-Chronologie aufgestellt, die bewegungslose Erde, und das Reisen durch Schwarze Löcher sind nur einige davon.

Zu den jüngsten Phänomenen gehören „Sternensaaten“, Sterne als lebende Organismen, eine Rückkehr zur Theorie der flachen Erde, eine sich ausdehnende und zusammenziehende Erde und unser Planet als toter Stern.

Die Science-Fiction hat so allerlei seltsame Kreationen hervorgebracht, die im Universum existieren, bösartige Wesen, die getarnt unter uns leben, und Zeitreisende, die uns aus einem fernen Jahrhundert besuchen.

Von Zeit zu Zeit taucht auch eine neue Theorie über die Weltgeschichte auf, die vor allem dann interessant ist, wenn sie geologisch gesehen real erscheint. Eine gegenwärtig weit verbreitete Vorstellung ist die Existenz eines großen Imperiums, das bis vor hundert Jahren den Großteil Asiens und Russlands umfasst hat, das zerstört und aus der Geschichte gelöscht wurde, um den Aufstieg heutiger Nationen zu ermöglichen.

Die Schlammflut-Hypothese konzentriert sich auf das alte Reich von Tartaria oder Tartary, wie es vor zweihundert Jahren einmal existiert hat.

Abb. 1: „Le Carte De Asie“ („Die Karte von Asien“), 1754, von Jean Palairet

Es war ein kontinentales Schaufenster für fortschrittliche Architektur, Transport, freie Energie und drahtlose Technologie.

Tartaria wird allgemein so beschrieben, dass es einen großen Teil Asiens und Russlands einnahm, begrenzt durch das Kaspische Meer und das Uralgebirge, den Pazifischen Ozean und Bulgarien sowie die südlichen Grenzen Chinas, Indiens und Persiens. An einem Punkt nahm es sogar den größten Teil des russischen Kontinents ein.

Tartaria ist eine Geschichte, in der behauptet wird, dass es ein Land war, das der Welt einst bekannt schien, aber jetzt vergessen ist. Die Geschichte über Tartaria, Tartary oder Grand Tartaria bewegt Hobby-Forscher vor allem dann, wenn sie sich alte Karten ansehen, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.

Abb. 2: Karte von Tartaria, ca. 1600, von Petrus Bertius

Die Intrige begann mit einem freigegebenen Dokument der CIA aus dem Jahre 1957, deklassifiziert 1998, in dem die Löschung der Geschichte des Landes durch kommunistische Kräfte erwähnt wurde.

Abb. 3: Kopie aus dem CIA-Dokument

Hier die Übersetzung: „Oder nehmen wir die Geschichte, die neben Religion, Sprache und Literatur den Kern des kulturellen Erbes eines Volkes ausmacht. Auch hier haben die Kommunisten schamlos eingegriffen.

Beispielsweise erließ das in Moskau tagende Zentralkomitee der kommunistischen Partei am 9. August 1944 eine Direktive, in der es das tatarische Provinzkomitee der Partei anwies, mit einer wissenschaftlichen Überarbeitung der Geschichte von Tartaria fortzufahren, um schwerwiegende Mängel und Fehler nationalistischer Art auszuräumen, die einzelne Schriftsteller und Historiker im Umgang mit der tatarischen Geschichte begangen haben.“

Mit anderen Worten: Die tatarische Geschichte sollte umgeschrieben werden – seien wir ehrlich, sie sollte verfälscht werden –, um Hinweise auf die großrussischen Aggressionen zu beseitigen und den wahren Verlauf der tatarisch-russischen Beziehungen zu verbergen. Und das war kein Einzelfall.  

In jedem muslimischen Gebiet der UdSSR haben Historiker im Auftrag der Kommunistischen Partei die Geschichte umgeschrieben, um die Fakten zu verdrehen, damit die Russen immer in einem guten Licht erscheinen.

Es erübrigt sich zu erwähnen, dass Geschichtsbücher, die die Fakten wahrheitsgetreu wiedergeben, zurückgezogen und vernichtet wurden, so dass den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen von Muslimen für immer die Chance verwehrt bleibt, die wahren Fakten über die Vergangenheit ihres Landes zu erfahren.“ (1)

Die Schlammflut-Theorie wird als Erklärung für eine Vielzahl wahrgenommener Fehler in den historischen Aufzeichnungen über Tartaria verwendet und für eine konsequente Umschreibung der Geschichte durch verschiedene politische Autoritäten in den letzten zweihundert Jahren herangezogen…

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Die Theorie

2 Die Definition von Tartaria

3 Die Zerstörung von Tartaria

4 Die Vertuschung

5 Aufbauend auf der Theorie

6 Desinformation

7 Das Narrativ

Warum verschwand vor 200 Jahren das Großreich Tartaria aus Büchern und Landkarten

Die Architektur zur Energiegewinnung

Drei Resets – ein Reset fehlt noch! Die Schlammflut – als unsere Geschichte überdeckt wurde

Fazit

Mehr dazu im Buch „Die Schlammflut-Hypothese: Die Geschichte der Theorie über das große Reich von Tartaria

2 Kommentare

  1. Man kann nicht im Internet forschen, weil alles was im Internet ist, rein theoretisch von einem Haustier getippt sein könnte. Alles ist automatisierbar, wenn man an den entsprechenden Stellen sitzt. Man kann Artikel sogar von KI schreiben lassen. Ich mein, wenn man neugierig ist, dann überprüft man doch, ob eine Quelle sauber ist oder nicht. Wie kann ein Journalist einfach darüber hinweg gehen? Achso, weil er davon lebt.
    Die „Informationen“ die wir erhalten, sind nach den Gesetzten des Marketings zu lesen und zu verstehen.
    Wie war das mit der Russian Collusion? Einer dachte sich einen Artikel aus, viele zitierten, dann kam die Anklage aus der Politik. Ist hier das selbe Muster.

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