In Griechenland hat ein Unwetter bereits Verwüstungen angerichtet. Laut aktuellen Prognosen soll der Sturm noch bis Dienstag weiter wüten. Das berichtet der griechische Sender Skai.
Der Bürgermeister von Rhodos, das hart von dem Sturm getroffen wurde, hat unterdessen beim zuständigen Ministerium den Antrag gestellt, den Ausnahmezustand auf der Insel auszurufen. Schulen bleiben am Montag geschlossen.
Die Behörden haben unterdessen einen dramatischen Appell an die Bewohner der Insel gerichtet und bitten darum, zu Hause zu bleiben. Weiter gilt ein Fahrverbot, um die Straßen für Einsatzfahrzeuge freizuhalten.
Unwetter-Chaos in Griechenland: Urlauber-Inseln erleben „schwierige“ Nacht – Evakuierungen und Fahrverbot
Erstmeldung vom 1.12: Griechenland wird aktuell von einem heftigen Sturmtief überzogen. Das Unwetter hat in fast allen Regionen rund um die Ägäis schwere Schäden angerichtet und Menschenleben gefordert. Am heftigsten getroffen wurde nach Angaben der Feuerwehr die Touristeninsel Rhodos.
Seit Samstagvormittag musste die Feuerwehr zu mehr als 1100 Einsätzen ausrücken, berichtet der griechische Sender Skai. Die Einsatzkräfte wurden zur Bergung und zur Rettung von Menschen gerufen, mussten Bäume fällen oder abtransportieren oder vollgelaufene Häuser abpumpen.
Sturm-Chaos in Griechenland: Evakuierungen, Fahrverbot und Überschwemmungen auf Urlauber-Inseln
Auf der Insel Limnos musste wegen Überschwemmungen ein ganzes Dorf evakuiert werden. In dem Dorf Kontia auf Limnos kamen nach Angaben von Skai am Samstag auch zwei Menschen ums Leben.
Ein 57-jähriger Viehzüchter wurde von einem Wildbach mitgerissen und ertrank. Zudem rutschte ein 70-jähriger Mann aus und verletzte sich dabei tödlich an den Stufen seines Hauses.
Besonders hart traf es den Meldungen nach auch die Urlauber-Insel Rhodos. Straßen sind überflutet und Fahrzeuge stecken vielerorts fest. Der griechische Zivilschutz untersagte deshalb den Verkehr auf Rhodos bis Montag.
Nur die Feuerwehr, die Polizei und der Rettungsdienst dürfen fahren. Die größten Probleme gibt es offenbar in den Dörfern Pastida, Kremasti, Ialyssos und Maritsa. Hier haben sich die Straßen in reißende Flüsse verwandelt.
Zudem sind in vielen Inselteilen Erdrutsche zu verzeichnen. Auch der Straßenbelag gab nach Angaben von Skai vielerorts nach. In Faliraki löste sich zudem eine Brücke.
⚠️ Ενεργοποίηση 1⃣1⃣2⃣
🆘 Οι ισχυρές καταιγίδες που εκδηλώθηκαν στην περιοχή σας θα συνεχιστούν κατά διαστήματα έως τις πρωινές ώρες της 02/12/2024. Η απαγόρευση μετακίνησης οχημάτων στη Ρόδο παραμένει σε ισχύ.
‼️ Ακολουθήστε τις οδηγίες των Αρχών
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— 112 Greece (@112Greece) December 1, 2024
„Wilde Nacht“ in Griechenland: Sturm richtet teils Verwüstung an
„Es war eine sehr schwierige Nacht, in der Menschenleben gefährdet waren“, sagte der Regionalgouverneur der Südlichen Ägäis, Giorgos Hatzimarkos. „Wir mussten bislang landesweit in 1.100 Fällen ausrücken“, sagte ein Sprecher der griechischen Feuerwehr im griechischen Fernsehen.
Das Unwetter wird von stürmischen Winden begleitet. Im Nordwesten Griechenlands schneite es zudem heftig, wie der griechische Rundfunk berichtete.
Das Wetteramt (EMY) warnte, die Gefahr sei noch nicht vorbei. In den kommenden Stunden werde es auch in Mittelgriechenland schwere Regenfälle geben.
Dem Unwetter vorangegangen war eine lange regenarme Zeit mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Solche extremen Wetterlagen werde es künftig öfter geben, der Klimawandel mache sie wahrscheinlicher, hieß es.
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