
Eine im „International Journal of Environmental Research and Public Health“ veröffentlichte Studie bestätigt Ergebnisse, die mit einer wachsenden Zahl von Forschungsarbeiten übereinstimmen, welche einen Zusammenhang zwischen solarer und geomagnetischer Aktivität und Veränderungen im menschlichen Nervensystem nahelegen.
Wissenschaftler wissen seit Langem, dass alle lebenden Systeme auf der Erde einem ständigen Feld unsichtbarer elektromagnetischer Einflüsse ausgesetzt sind, das ein breites Frequenzspektrum umfasst. Diese Felder können mit biologischen Prozessen interagieren, mitunter auf subtile Weise.
Tatsächlich scheinen mehrere physiologische Rhythmen mit Sonnenzyklen und geomagnetischen Schwankungen synchronisiert zu sein. Die Studie hebt hervor, dass der menschliche Körper zwar darauf ausgelegt ist, sich an regelmäßige tägliche und saisonale Veränderungen anzupassen, intensivere Störungen wie geomagnetische Stürme jedoch unsere Regulationssysteme belasten können.
Diese Störungen wurden mit Veränderungen des Melatonin- und Serotoninspiegels, Blutdruckveränderungen, Auswirkungen auf das Immunsystem und die Herz-Kreislauf-Funktion sowie sogar mit neurologischen Effekten in Verbindung gebracht. Wie stark wird unsere Gesundheit von Kräften beeinflusst, über die wir selten nachdenken?
Die Forschung zeigt auch, dass die Sonne während Höhepunkten der Sonnenaktivität, die etwa alle elf Jahre auftreten, erhöhte Mengen an ultravioletter Strahlung und Radiowellen abgibt.
Obwohl die genauen biologischen Mechanismen noch nicht vollständig erforscht sind, mehren sich die Hinweise darauf, dass diese solaren und magnetischen Veränderungen das menschliche Verhalten und die Physiologie, insbesondere das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem, beeinflussen können.
In dieser Studie wurde die Herzfrequenzvariabilität von zehn gesunden Teilnehmern im Alter von 34 bis 65 Jahren über 31 Tage hinweg aufgezeichnet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das autonome Nervensystem nicht nur auf geomagnetische Veränderungen reagiert, sondern sich möglicherweise auch mit ihnen synchronisiert, einschließlich natürlicher Resonanzfrequenzen wie der Schumann-Resonanz.
Die Forscher vermuten, dass dies durch eine Art Resonanz zwischen den menschlichen biologischen Rhythmen und der elektromagnetischen Umgebung der Erde geschehen könnte.
Nachfolgestudien mit über 100 Teilnehmern aus verschiedenen Ländern scheinen diese Ergebnisse zu bestätigen und legen nahe, dass sich die menschlichen Herzrhythmen nicht nur an diese Umweltmuster anpassen, sondern auch Anzeichen einer globalen Synchronisation aufweisen.
Es ist ein faszinierendes Forschungsgebiet und eine Erinnerung daran, dass unsere Verbindung zur Umwelt tiefer reicht, als wir uns normalerweise vorstellen.













Schreibe einen Kommentar