
Ein einzelnes Segment dieser Säule überragt einen Menschen an Höhe und wiegt viele Dutzend Tonnen. Dennoch war es lediglich ein Teil des monumentalen Tempels G im sizilianischen Selinunt, der vor rund 2.500 Jahren errichtet wurde.
Mit einer Länge von über 110 Metern zählte dieser Tempel zu den größten der griechischen Welt. Noch heute flößen seine gewaltigen Steinblöcke Ehrfurcht ein und werfen eine unweigerliche Frage auf:
Wie gelang es den Baumeistern, mit der damaligen Technik derartige Bauwerke zu errichten – vom Abbau der Steine über deren Transport bis hin zur eigentlichen Montage?
Die Archäologie liefert Erklärungen, die auf dem Einfallsreichtum und dem organisatorischen Geschick der antiken Baumeister beruhen; dennoch versetzen die Präzision und die schiere Dimension dieses Bauwerks nach wie vor Millionen von Menschen in Staunen.
Glauben Sie, dass die Ingenieurskunst der Antike nach wie vor unterschätzt wird?
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Aufgrund seiner Ausmaße und der dichten Besiedlung galt Selinunte als eine Art „Megalopolis der Antike“.
Eingebettet in eine atemberaubende Landschaft, in der sich das Blau des Himmels mit dem Grün der mediterranen Macchia über dem türkisfarbenen Meer vermischt, zeugt Selinunte mit seinen drei Hügeln und seinen majestätischen dorischen Tempeln – die in ihrer spektakulären Größe sogar für die Seefahrer sichtbar gewesen sein müssen – noch heute von der einstigen Bedeutung dieser antiken griechischen Stadt Siziliens.

Gegründet wurde Selinunte 628 v. Chr. von Kolonisten aus einer weiteren griechischen Kolonie auf Sizilien, Megara Hyblaea, und mit Unterstützung des griechischen Mutterlandes, Megara Nisea, aus dem ihr Gründer Pammilo stammte.
Dank ihrer strategischen Lage zwischen der einheimischen Welt, der griechischen Welt Siziliens und der punischen Welt wurde die Stadt äußerst reich und mächtig.








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