
Etwas fliegt über der White Sands Missile Range, und es kursiert die Behauptung, das Militär habe die Befugnis erhalten, darauf zu schießen. Avi Loeb hat dargelegt, was es bedeuten würde, wenn dies zuträfe und eines dieser „Orbs“ tatsächlich abgeschossen werden könnte.
Seine Antwort spricht eher gegen als für exotische Theorien. Ein Objekt, das zu Boden fällt, besitzt Masse. Ein Objekt, das seinen Dienst versagt, verfügt über ein Steuerungssystem.
Und ein Objekt, das durch einen gezielten Energiestoß zerstört werden kann, unterliegt denselben physikalischen Gesetzen wie jede von Menschen gebaute Maschine.
Nichts davon ist bestätigt. Keine Regierungsstelle hat einen solchen Einsatz bestätigt, und Loeb stellt in seinem Aufsatz klar, dass er sich auf einen unbestätigten Bericht stützt, wonach das Verteidigungsministerium die Erlaubnis erhalten habe, gegen Objekte über dem Testgelände vorzugehen.
Legt man dies jedoch als gegeben zugrunde, so ist die Logik zwingend.
Kugelblitze lassen sich nicht durch gezielte Energieeinwirkung vom Himmel holen. Ein Objekt hingegen, das über strukturelle Integrität und eine Flugbahn verfügt, schon. Gestörte Elektronik. Strukturelle Schäden. Thermische Schäden.
Ein zerstörter Antriebsmechanismus. Das sind die Arten, wie von Menschen gebaute Fahrzeuge ihr Ende finden.
Wenn also ein solches Objekt auf dieselbe Weise zerstört wird, dann unterliegt das, was sich in seinem Inneren verbirgt, den ganz normalen elektromagnetischen und thermischen Grenzen.
Loeb zufolge schränkt dies die Möglichkeiten stark ein: weg von Extradimensionen, Warp-Antrieben und Wurmlöchern, hin zu einem Objekt mit materieller Struktur und einer gewissen Fähigkeit zur Wahrnehmung.
Dann folgt der Punkt, der die Menschen wachrütteln dürfte: Neue Objekte, die nach Abstürzen auftauchen, so schreibt Loeb, würden auf ein großes Reservoir irgendwo hindeuten, aus dem sie weiterhin gespeist werden.
Wenn sich diese Dinge durch einen Energiestoß vom Himmel holen lassen – ist das nun ein Grund zur Beruhigung oder eine Warnung?
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