
Zwei Physiker haben berechnet, wie ein Warp-Antrieb aussehen würde, wenn er durch die Erdatmosphäre eindringt. Die Luft, die sich vor der Warp-Blase staut, würde sich auf 220 Milliarden Kelvin erhitzen. Der Himmel über der gesamten Region würde heller als die Sonne leuchten – und das am helllichten Tag.
Die Berechnung stammt von Shaun Fell (von der Denkfabrik „Applied Physics“) und dem Harvard-Astrophysiker Avi Loeb; sie wurde in einer Studie veröffentlicht, die auf einem Preprint-Server abrufbar ist und noch keinem Peer-Review-Verfahren unterzogen wurde.
Als Schwellenwert legten sie 5 Prozent der Lichtgeschwindigkeit fest. Oberhalb dieses Tempos erzeugt jede Warp-Blase beim Durchqueren der Atmosphäre dieselbe optische Signatur.
Eine Blase in der Größe eines Flugzeugs würde bei diesen Geschwindigkeiten mehr als ein Terawatt abstrahlen – das entspricht etwa einem Zehntel des gesamten weltweiten Stromverbrauchs.
Loeb brachte es auf den Punkt: Es „dürfte ein Leichtes sein, einen derart hellen Feuerball aus großer Entfernung zu entdecken.“
Keiner der beiden Physiker behauptet, dies sei ein Beweis für außerirdische Besucher. Die Berechnungen dienen vielmehr dazu, die Möglichkeiten einzugrenzen und Beobachtern des Himmels einen konkreten Anhaltspunkt zu liefern, worauf sie achten müssen.
Ein funktionierender Warp-Antrieb könnte sich nicht unbemerkt nähern. Er wäre das hellste Objekt am Himmel über uns. Hat also jemals tatsächlich jemand einen solchen Antrieb gesehen?
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