🗺️ 📌 Gefälschte Geschichte: Die Transformation von Russland und Tartarien

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Peter der Große nimmt im weiteren Kontext der Geschichte um Tartarien und die Romanow-Ära eine ungewöhnliche Stellung ein. Seine Regierungszeit brachte tiefgreifende Veränderungen in der russischen Staatsführung, der militärischen Organisation, dem Hofleben, der Architektur, der Kleidung, den Bräuchen und der Zeitrechnung mit sich. von Guy Anderson

Nur wenige Herrscher haben so viele sichtbare Aspekte des nationalen Lebens in einem derart komprimierten historischen Zeitraum gewandelt.

Eines seiner erklärten Ziele war es, Russland an westeuropäischen politischen und kulturellen Vorbildern auszurichten. Traditionelle Kleidung wurde missbilligt, das Tragen von Bärten eingeschränkt, die Hofetikette geändert und das Verhalten der Elite orientierte sich zunehmend an importierten Moden.

Alte Bräuche wurden allmählich verdrängt, während sich innerhalb der russischen Führungsschichten eine völlig neue Identität herausbildete.

Die im Jahr 1700 eingeführte Kalenderreform zählt zu den markantesten Veränderungen unter Peters Herrschaft. Zuvor hatte Russland die byzantinische Zeitrechnung verwendet, bei der die Jahre ausgehend von dem traditionell angenommenen Zeitpunkt der Weltschöpfung gezählt wurden. Nach diesem System entsprach das Jahr, das andernorts als 1699 galt, in Russland etwa dem Jahr 7207.

Er gab diese Chronologie auf und führte das julianische Datierungssystem ein, das bereits in weiten Teilen Europas gebräuchlich war. Die Reform bewirkte weit mehr als nur eine Änderung der Datumsangaben in offiziellen Dokumenten, denn das zeitliche Gerüst der Geschichtsschreibung wandelte sich grundlegend.

Eine ganze Bevölkerung sah sich plötzlich in ein chronologisches System eingebunden, das sich stark von dem überlieferten unterschied.

Seine Entscheidung zur Gründung von Sankt Petersburg markierte einen weiteren tiefgreifenden Bruch mit den vorangegangenen Verhältnissen. Moskau war die Hauptstadt der Tartarei gewesen; dementsprechend markant war die Verlagerung des politischen Machtzentrums weg von dieser Stadt.

  

Sankt Petersburg wurde durch Architektur, Kultur, Verwaltung und die Ambitionen des kaiserlichen Hofes gezielt auf Europa ausgerichtet.

Die Verlegung bedeutete somit weit mehr als bloß die Errichtung einer weiteren russischen Stadt an der Ostseeküste. Die politische Macht verlagerte sich von Moskau weg, während die neue Hauptstadt zunehmend europäische Züge annahm und eine europäische Ausrichtung verfolgte.

Die symbolische Tragweite dieses Wandels tritt noch deutlicher hervor, wenn man die Rolle Moskaus im Kontext der Tartarei mit einbezieht.

St. Petersburg selbst stellt einen weiteren ungewöhnlichen Aspekt des umfassenden Wandels dar, der sich in ganz Russland vollzog. Die Errichtung weitläufiger Paläste, monumentaler Kirchen, gewaltiger Steinfassaden, Wasserwege, Säulen und Repräsentationsbauten wurde offiziell der Schaffung einer völlig neuen kaiserlichen Hauptstadt zugeschrieben.

Meiner Ansicht nach war ein Großteil dieser Architektur bereits vorhanden; man übernahm eine Stadt der „Alten Welt“, nutzte sie um und präsentierte sie später als Neubau.

Besonders faszinierend ist für mich die schiere Anzahl tiefgreifender Veränderungen, die in ein und derselben Regierungszeit eingeführt wurden. Zeitrechnungen wurden umgestellt, Bräuche gewandelt, politische Prioritäten verschoben, militärische Strukturen reformiert und europäische Einflüsse breiteten sich in der Elite aus.

Russland wurde nicht bloß punktuell angepasst, sondern kulturell und politisch in weitaus größerem Maßstab neu ausgerichtet.

Sollte Tartarien bereits in einen Prozess der Einverleibung, Aufteilung, Umbenennung oder Tilgung aus dem historischen Gedächtnis eingebunden gewesen sein, so fügten sich Peters Reformen nahtlos in diesen umfassenderen Vorgang ein.

Ältere Traditionen verschwanden, die Hauptstadt wurde von Moskau verlegt, die Zeitrechnung änderte sich, und europäischer Einfluss verdrängte zunehmend das, was zuvor bestanden hatte.

Jede dieser Veränderungen erleichterte es späteren Generationen, ein Erbe anzutreten, das sich grundlegend von der vorangegangenen Zivilisation unterschied.

Wer mehr über Tartarien erfahren möchte, dem sei das Buch Tesla und die Cabbage Patch Kids empfohlen; darin untersuche ich die „Alte Welt“, vergessene Technologien, historische Neuanfänge, die Wiederbesiedlung sowie das Verschwinden der tartarischen Zivilisation.

Andere faszinierende Themen über die verfälschte Geschichte lesen Sie im Bestseller von Guy Anderson:

Mehr über die echte gefälschte Geschichte lesen Sie im Buch „Die Schlammflut-Hypothese“ und mehr über die Alte Welt Ordnung in „Die Welt-Illusion“ oder über die Innere und Flache Erde in „DUMBs 2“ oder die Eiswand und die Gefallenen Engel in „Antarktis: Hinter der Eiswand“ sowie über „Die vergessene Welt der Riesenbäume

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