
🌍 Das stärkste Erdbeben im Raum Mannheim seit 1952.
Am Donnerstagnachmittag hat ein Erdbeben die Region rund um Worms getroffen – spürbar bis nach Mannheim. Ein Seismologe vom Landeserdbebendienst Baden-Württemberg gibt Entwarnung.
In der Region rund um Worms in Rheinland-Pfalz hat es am frühen Donnerstagabend ein Erdbeben gegeben, das bis in den Raum Mannheim gereicht hat. Das bestätigt die Polizei auf Anfrage. In Mannheim haben den Angaben zufolge besorgte Menschen den Notruf gewählt. Bislang seien aber keine Schäden oder Verletzte bekannt, teilte die Polizei mit.
Wie die Feuerwehr Mannheim auf SWR-Anfrage mitteilte, gab es bislang keine gemeldeten Einsätze. Das Polizeipräsidium Heilbronn, das auch für den Neckar-Odenwald-Kreis zuständig ist, teilte auf Anfrage mit, dass keine Anrufe im Zuge des Bebens eingegangen seien. In Heilbronn habe man das Erdbeben nicht gespürt, so eine Sprecherin der Polizei.
Ein ähnliches Bild zeigt sich im benachbarten Hessen: In Lampertheim (Kreis Bergstraße) habe es „ein bis zwei Sekunden vibriert“, so eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage. Es habe keine Schäden oder Verletzte gegeben. Auch im Rhein-Neckar-Kreis wurden laut Feuerwehr bislang keine Schäden gemeldet.
Laut Martin Hensch, dem Seismologen des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg, treten Erdbeben im Oberrheingraben immer wieder auf. Meistens fallen diese aber schwach aus. Das aktuelle Beben war zwar etwas stärker, gilt aber als moderat, und es werden keine Schäden erwartet, auch wenn es weiträumig gespürt wurde.
Der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg erhielt rund 2.500 Meldungen vor allem aus Ludwigshafen und Mannheim, vereinzelt auch aus Stuttgart. Im Oberrheingraben werden praktisch täglich Erdbeben registriert, in Südwestdeutschland ist etwa einmal im Monat ein Beben leicht spürbar. „Ereignisse wie das heutige treten ein- bis dreimal pro Jahr auf“, so Hensch.
Stärkere Beben sind nicht ausgeschlossen, katastrophale Erdbeben aber in Süddeutschland extrem selten. Der Oberrheingraben ist eine bekannte tektonische Struktur, in der Spannungen aus der Kollision der afrikanischen mit der eurasischen Platte wirken.
Bisher wurden zwei deutlich schwächere Nachbeben gemessen; statistisch ist mit einer Handvoll weiterer Nachbeben zu rechnen, von denen einzelne lokal spürbar sein können, ohne dass Schäden oder größere Störungen erwartet werden.




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