
Entlang der Bozova-Verwerfung seien Beben der Stärke 7 möglich.
Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat am Mittwoch die türkische Provinz Şanlıurfa erschüttert. Das Epizentrum lag im Bezirk Karaköprü in rund 7,4 Kilometern Tiefe.
Die Erschütterungen waren in zwölf Provinzen zu spüren, unter anderem in Diyarbakır, Mardin, Gaziantep und Adıyaman. Menschen verließen vorsichtshalber ihre Häuser, Schulen blieben geschlossen.
Nach ersten Angaben gab es keine Todesopfer oder Verletzten. In der ländlichen Ortschaft Pınarbaşı wurden allerdings mehrere Wohnhäuser und Stallgebäude beschädigt.
Berichtet wird von Rissen in Wänden und teilweise eingestürzten Gebäudeteilen. Behörden schickten Inspektionsteams, um die Schäden zu überprüfen.
Beben der Stärke 7
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt die sogenannte Bozova-Verwerfung. Der Seismologe Hasan Sözbilir von der Universität Izmir bezeichnete das Beben als Folge der veränderten Spannungsverhältnisse nach den schweren Erdbeben in der Türkei im Februar 2023. Die rund 55 Kilometer lange Störungszone gilt als aktiv.
Nach Einschätzung Sözbilirs könnte die Verwerfung grundsätzlich Erdbeben bis zu einer Magnitude von 7 auslösen. Er fordert deshalb unter anderem Untersuchungen zu möglichen Auswirkungen auf den Atatürk-Staudamm.
Auch andere Experten warnen davor, dass sich die seismische Aktivität schrittweise auf die Millionenmetropole Istanbul zubewegt.
Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Südosttürkei
Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat die Südosttürkei erschüttert. Das Epizentrum habe in der Provinz Sanliurfa gelegen, teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad auf X mit.
Schäden oder Verletzte wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde zunächst nicht gemeldet. Dem Sender CNN Türk zufolge waren die Erschütterungen bis in die rund 160 Kilometer entfernte südosttürkische Millionenmetropole Diyarbakir zu spüren.


Schreibe einen Kommentar