
Eine schwarze Spur entlang der Ostseeküste beschäftigt derzeit die Behörden. Auf einem fast 50 Kilometer langen Küstenabschnitt in Polen wurden große Mengen rätselhafter, klebriger Klumpen angespült. Klar ist bislang nur, dass die seltsame Substanz Erdöl enthält. Ganze Strandabschnitte mussten gesperrt werden.
Seit Tagen räumen Einsatzkräfte zwischen den Badeorten Rowy und Wicie in Pommern die Strände an der Ostsee auf. Am 26. September hatten Spaziergänger die Verschmutzung entdeckt und gemeldet.
Inzwischen steht fest: Die schwarzen Klumpen enthalten Erdölbestandteile. Woher sie stammen, ist jedoch weiterhin unklar. Selbst die Leiterin des Seefahrtsamts in Słupsk, Anna Sędzińska, hält es für möglich, dass der Verursacher niemals gefunden wird.
Wer steckt dahinter?
„Die Ermittlungen laufen, aber nach meiner Einschätzung werden sie ohne die Identifizierung eines Verantwortlichen enden“, so Anna Sędzińska. Nach Angaben der Behörden in Polen stellt ein kurzfristiger Kontakt mit der Substanz keine Gefahr für die Gesundheit dar. Trotzdem wird sie als gefährlicher Abfall und damit als Sondermüll eingestuft.
Was genau da an die Strände gespült wurde, gibt den Experten weiterhin Rätsel auf. Nach Angaben der Behörde ist die eindeutige Bestimmung wegen Verunreinigungen der Proben aber nicht möglich.
Zur Ursache gibt es bislang nur Vermutungen. Zeitweise stand der Verdacht im Raum, dass die Umweltverschmutzung durch die unerlaubte Reinigung von Schiffstanks auf See verursacht worden sein könnte.
Die Behörden nahmen sogar ein verdächtiges Schiff unter die Lupe und entnahmen Proben. Ein Zusammenhang ließ sich bislang jedoch nicht nachweisen.
Nach den Säuberungsarbeiten gab die Seefahrtsbehörde mehrere Strandabschnitte wieder frei. Doch Experten rechnen damit, dass noch weitere Rückstände angespült werden. Ob die Verschmutzung Folgen für das Ökosystem der Ostsee hat, ist derzeit noch unklar.
Die Verunsicherung bleibt dennoch groß: In sozialen Netzwerken fragen viele Anwohner und Urlauber, woher die Verschmutzung stammt und wer dafür verantwortlich ist. Andere berichten, dass die klebrige Masse kaum von Schuhen und Kleidung zu entfernen sei.










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