
Wenn Spukphänomene von Verstorbenen verursacht werden, stellt Patrick Jackson eine direkte Frage: Wo sind sie alle?
In The Sphere Network geht Jackson von schätzungsweise 57 Millionen Todesfällen weltweit im Jahr 2015 aus. Würde auch nur ein Zehntel eines Prozents dieser Menschen als dauerhafter Poltergeist zurückkehren, käme es seinem Rechenbeispiel zufolge jährlich zu etwa 57.000 neuen Spukfällen.
Über einen Zeitraum von einem Jahrhundert ergäbe dies rund 5,7 Millionen neue Entitäten – zusätzlich zu den bereits bestehenden Aktivitäten. Dennoch bleiben dauerhafte Poltergeist-Fälle selten und auf bestimmte Orte beschränkt.
Jackson argumentiert, dass dieses Missverhältnis die gängige Erklärung infrage stellt, wonach gewaltsame Tode, unbewältigte Emotionen oder gestörte Grabstätten langanhaltende Spukaktivitäten hervorrufen.
Großkatastrophen und dicht besiedelte historische Orte führen nicht durchweg zu der enormen Anzahl an Spukphänomenen, die seine Berechnung vorhersagen würde.
Die Rechnung beweist nicht, was diese Ereignisse verursacht. Sie deckt jedoch eine Annahme auf: Die Zahl der gemeldeten Spukfälle scheint nicht mit der Zahl der Verstorbenen zu korrelieren.
Wenn die Toten nicht für die meisten dauerhaften Spukphänomene verantwortlich sind – welche Art von Phänomen könnte dann an verschiedenen Orten immer wieder dieselben Verhaltensweisen zeigen?








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