Eine Welt der stillen Kommunikation. Ganz ohne Worte. Ist das möglich? Können unsere Gehirne bald direkt miteinander kommunizieren, ohne dass dabei eine einzige Silbe über unsere Lippen gleitet? Was heute vielleicht wie Zukunftsmusik klingt, könnte morgen schon Alltag sein.
Wissenschaftlern der Universität Washington ist es gelungen, Gedanken zwischen Probanden über das Internet zu übertragen. Bei diesem Versuch kontrollierten die Gedanken einer Person die Hand-Bewegung einer zweiten.
Künftig könnte vielleicht auf diese Weise Wissen direkt vom Lehrer auf Schüler übertragen werden. So etwas nennt man Telepathie. Noch vor einem halben Jahrhundert wurde die Telepathie in das Reich der Pseudowissenschaften verbannt.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir eines Tages stumm wie ein Fisch sein werden, weil es dann nämlich möglich sein wird, direkt und ohne Umwege von Gehirn zu Gehirn auf telepathischem Weg zu kommunizieren.
Forschern der Universität von Washington ist es im Rahmen einer Studie gelungen, die Gehirne zweier Testpersonen via Internet zu verbinden, um Gedankensignale von einer an die andere Testperson zu senden.
In dem Versuch ging es darum, die Hand-Bewegung einer zweiten Person zu kontrollieren. Die insgesamt sechs Probanden befanden sich in verschiedenen Gebäuden, jedoch reagierten sie in Sekundenbruchteilen auf die gesendeten Signale.
Der Sendeproband sollte während eines Videospiels daran denken, eine Kanone auf verschiedene Ziele abzufeuern. Die Hand des Empfängers drückte dann hunderte Meter weiter entfernt ein Touchpad, um den Befehl aufzuführen.
Die Studie wurde im Fach-Magazin PlosOne veröffentlicht. Co-Autorin Andrea Stocco vom UW Institute for Learning and Brain Science in Washington zeigte sich begeistert von den positiven Ergebnissen, die ihren Worten nach die Industrie vielleicht bald schon näher an eine entsprechende Technologie bringen könne.
Das Forscherteam kombinierte in dieser Studie zwei nicht-invasive Geräte und eine Software, um zwei menschliche Gehirne in Echtzeit miteinander zu verbinden. Dabei wurde ein Teilnehmer an einen Elektroenzephalograph angeschlossen, der die Hirnaktivität aufgezeichnete und via Internet elektrische Impulse an den zweiten Teilnehmer schickte.
Der zweite Proband trug eine Art Badekappe, die eine magnetische Stimulation auf den Teil des Hirns ausübte, der die Handbewegung steuert. Auf diese Weise können etwa Gedanken an eine Handbewegung in einen Befehl an das andere Gehirn umgewandelt werden.
Anwendung finden könnte die Technologie etwa im Bereich Gehirn-Tutorin, indem eines Tages das Wissen vom Hirn des Lehrers an die Schüler übertragen wird. Nach Ansicht von Wissenschaftlern sei besonders interessant für brillante Wissenschaftler, die oft schlechte Lehrer sind, um komplexes Wissen zu vermitteln.
Nicht Gedanken allein schaffen Realität, sondern die Absicht
Die Studie hat aber auch gezeigt, dass die Genauigkeit in Abhängig der Teilnehmer variiert, da sie sich in einem Bereich zwischen 25 und 83 Prozent bewegt hat. Am häufigsten kam es in der Studie zu Fehlern beim „Absender“ der Gedankenbefehle.
Das zeigt, dass es nicht allein unsere Gedanken sind, die unsere Realität schaffen, sondern in der Tat die Absicht hinter diesen Gedanken. Das heißt, dass wir nicht nur denken sollen, sondern auch die Absicht bekräftigen, dass sich das Gedachte in die Tat umsetzt und manifestiert.
Womit sich einmal mehr die Tatsache bestätigt, dass Gedanken keinesfalls unsere Realität erschaffen, was uns von vielen Seiten versucht wird einzureden. Wichtig ist hierbei zu verstehen, dass unsere Gedanken mit sehr starken Gefühlen, Emotionen und einem sehr starken Willen verbunden sein müssen.
Wenn jemand beispielsweise mit seiner gegenwärtigen Lebenssituation unzufrieden ist und beabsichtigt, diese zu ändern, nützt es ihm wenig, wenn er sich in Gedanken in ein anderes besseres Leben hineinträumt, wichtig ist auch hier, die Absicht zu bekräftigen, dass sich das Leben ändern muss. Der Wunsch muss also zum Willen werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass Forscher die Gehirn-zu-Gehirn-Kommunikation wissenschaftlich nachweisen konnten. Ein Forscherteam der Firma Starlab aus dem spanischen Barcelona ist kürzlich erst in einer Studie zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.
Unter anderem wurde hier auch eine Studie durchgeführt, die Telepathie zwischen Menschen im Traumzustand nachweisen konnte. Das sind allerdings keine wirklich neuen Erkenntnisse, denn schon Sigmund Freud beschäftigte sich schon mit der Telepathie auf das psychoanalytische Denken und der Traumtelepathie.
Auch Carl Gustav Jung glaubte an Telepathie und entwickelte im Laufe seines Schaffens mehrere Modelle, um etwa paranormale Ereignisse auf diese Weise zu erklären. Weil durchaus die Möglichkeit besteht, dass telepathische Traumbotschaften aus einem ganz bestimmten Grund aus einer anderen, höheren Dimension in unser Bewusstsein gelangen, etwa von Verstorbenen oder von der Geistigen Welt.
Träume sind weitgehend unerforscht, weil wir noch immer nicht wissen, welchen Ursprung Traumbilder wirklich haben. Handelt es sich hier beispielsweise um Szenen aus dem Hyperraum, um Bilder aus einem früheren Leben oder gar um Bilder von dem Ort, woher unsere Seele stammt?
Alles im Universum ist miteinander vernetzt
Viele Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass von jedem von uns eine Kopie in einer nahezu identischen Parallelwelt existiert. Es könnte also durchaus auch möglich sein, dass unsere Kopie mit unserem tatsächlich Ich im Traumzustand verschmilzt oder umgekehrt, sodass wir im Traum in die Realität unserer Kopie eintauchen und quasi für ein paar Stunden die Rolle wechseln.
Es ist wichtig zu verstehen, dass alles im Universum miteinander vernetzt ist, was wir unter dem Begriff Quantenverschränkungen verstehen. Nehmen wir als Beispiel zwei Elektronen, die zusammen erzeugt werden. Wenn sie ein Elektron auf die andere Seite des Universums senden, reagiert die andere sofort. Das zeigt uns, dass alles auf geradezu geniale Weise miteinander verbunden ist.
Doch bis heute kann kein Wissenschaftler wirklich erklären, wie das funktioniert. Die Forschung kann nur beobachten und aufzeichnen – vor allem im Bereich der Parapsychologie und Träume, weil wir hier den Bereich der kausalen Realität verlassen.
Die Traumwelt ist noch immer eine für unseren wachen Verstand eigene Realität, die nicht kausal zu erklären ist. Parapsychologische Phänomene und Träume wurden immer wieder von einer Reihe renommierter Wissenschaftler untersucht, beobachtete und dokumentiert aber offenbar nie richtig verstanden.
Vor allem das US Verteidigungsministerium hat seit Jahrzehnten ein großes Interesse an diesen Themen. Doch die Ergebnisse bleiben der Öffentlichkeit weitgehend verschlossen.
Noch gegen Ende des vorigen Jahrhunderts bezeichnete man die Telepathie als reine Gedankenübertragung von einer Seele zur anderen. Erst der sowjetische Philosoph A.G. Sprikin räumte mit diesem Widerspruch auf, indem er behauptet hat, dass nicht die Gedanken selbst, sondern Informationen über die Gedanken zum Empfänger übertragen werden.
Ist die Telepathie tatsächlich ein Phänomen des Überraums, wie es von vielen Forschern immer wieder gerne vermutet wird? Davon müssen wir spätestens dann ausgehen, wenn wir nach krampfhaften Versuchen einer natürlichen Erklärung feststellen, dass es in Wirklichkeit keine gibt. Anhand des folgenden Beispiels, von dem die Schweizer Parapsychologin Fanny Moser berichtet hat, wird dies deutlich:
„Moll erhielt von einem in Amerika lebenden Herrn folgende Mitteilung: „Als ich im Halbschlaf lag, sah ich meinen Vater, stark angeheitert, von der Straße durch den Hof um die hintere Ecke eines mir unbekannten Hauses kommen und dort auf einen großen flachen Stein, der unter die Mündung der Dachrinne gelegt war, abgleiten und mit dem Kopf gegen die Mauerkannte schlagen, worauf der bewusstlos und blutüberströmt auf dem Stein liegen blieb.“
Moll fügte hinzu: Da X. das zweite Gesicht kannte, schrieb er sofort alles in ein Notizbuch, um Tag und Stunde später genau zu wissen. Als er nach Jahresfrist in Europa seine Angehörigen wiedersah und das neue Heim seiner Eltern besuchte, ging er in den Hof:
„Ich sehe an der Ecke den Stein exakt wie im Traum. Sofort rief ich meine Mutter und zeigte ihr den Stein und teilte ihr mit, was geschehen war. Da mir dies verheimlicht werden sollte, fragte sie mich, wer mir das gesagt habe.
Ich sagte, was ich wusste und zeigte ihr, was ich ins Notizbuch geschrieben hatte. Es stimmte sogar die Stunde, d. h. nach Berechnung der Längengrade. Mein Vater hatte an jenem Tag ein größeres Geschäft abgeschlossen; der Kapitalist ließ aus Freude den Wein reichlich kredenzen und zwang meinen Vater, mehr zu trinken als er wollte.
Der Herr, der mir dies mitteilte, schließt Moll, meinte, dass mein Vater sonst nie getrunken hätte. Ein zufälliges Zusammentreffen hielt er für ausgeschlossen.“
Die von Fanny Moser aufgezeichnete Geschichte trug sich bereits im Jahre 1907 zu. Die Zeiten haben sich zwar geändert, aber alles sieht danach aus, dass der Mensch auch heute noch auf der Suche nach der Realität ist, weil viele Dinge, die unser Leben bewusst oder unbewusst beeinflussen, surreal sind.
Viele anerkannte Psychologen vertreten die Auffassung, dass die Parapsychologie der Pseudowissenschaft zugeordnet gehört. Das halte ich für grundlegend falsch. Die abendländische Wissenschaft hat im Laufe ihrer Entwicklung eine ganze Reihe von Wandlungen erfahren. In vielen Disziplinen, vor allem die Psychologie, steht sie noch heute am Anfang, ohne das zugeben zu wollen.
Die Parapsychologie ist mehr als 130 Jahre alt. Also nicht viel älter als die Psychologie selbst. Immer wieder hat die Wissenschaft in ihrer Geschichte mit Paradoxa zu kämpfen gehabt – vielleicht sind sie ja wirklich der Beweis einer anderen Wirklichkeit, die die Wissenschaft nur nicht eingestehen will. Nikola Tesla hat einmal Folgendes gesagt:
„Der Tag, an dem die Wissenschaft beginnt, nicht-physikalische Phänomene zu untersuchen, wird in einem Jahrzehnt mehr Fortschritte machen als in allen vergangenen Jahrhunderten ihrer Existenz.“
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