Das Jahr 2026 ist das 13. Jahr (die goldene Zahl 13) des 19-jährigen Zyklus der alten Babylonier

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Das 13. Jahr ist eine Periode, die durch zunehmende Spannung zwischen Mond und Sonne gekennzeichnet ist.

Aus astrologischer Sicht kann diese „Spannung zwischen Mond und Sonne“ als Bild einer inneren Disharmonie zwischen zwei fundamentalen Ebenen der Psyche gedeutet werden: Die Sonne symbolisiert das bewusste Selbstverständnis, den Willen, die Richtung und das Bedürfnis, „jemand“ zu sein, während der Mond für die Gefühlswelt, Gewohnheiten, Sicherheit, Instinkte und unser Wohlbefinden steht.

Wenn diese beiden Komponenten im Einklang sind, empfindet man seine Entscheidungen meist als innerlich begründet und trägt die emotionale Verantwortung für das, was man wählt. Mit zunehmender Spannung entsteht eher das Gefühl, zwei unterschiedliche Rhythmen zu haben: Verstand und Wille wollen das eine, Körper und Gefühle das andere.

Psychologisch äußert sich dies oft in Unruhe, Reizbarkeit oder dem Gefühl, nicht das richtige Tempo zu finden. Die Sonne drängt nach Leistung, Klarheit, Definition und Entscheidung („Wo will ich hin?“), während der Mond nach Ausgeglichenheit, Ruhe, Unterstützung und Feinabstimmung verlangt („Wie fühle ich mich dabei?“).

In Phasen zunehmender Anspannung kann die Sensibilität gegenüber Auslösern steigen, alte Gewohnheiten können zurückkehren oder umgekehrt der Drang entstehen, sich gewaltsam davon abzugrenzen.

Typischerweise taucht auch das Thema Grenzen auf: Der Sonnenanteil wünscht sich Kontrolle und Orientierung, der Mondanteil Sicherheit und Geborgenheit; werden diese Bedürfnisse nicht erfüllt, fordert die Psyche sie durch Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, übermäßiges Essen/Fasten, Aufschieben oder das Umschalten auf „Ich muss …“.

In der astrologischen Sprache wird Spannung oft mit Aspekten und Phasen in Verbindung gebracht, die symbolisch Disharmonie ausdrücken:

Beispielsweise wird ein Quadrat oder eine Opposition zwischen Sonne und Mond (in Transiten oder Progressionen) als eine Zeit interpretiert, in der das Verhältnis zwischen bewusster Planung und emotionaler Realität neu geordnet werden muss.
Dies ist nicht zwangsläufig eine „schlechte“ Phase; vielmehr drängt sie auf eine reifere Ausrichtung.

Psychologisch gesehen ist es vergleichbar damit, dass der Verstand eine Richtung vorgibt, das emotionale System aber signalisiert, dass etwas fehlt: Ruhe, Geborgenheit, Sinn, Nähe oder im Gegenteil Freiheit und Freiraum.

Überträgt man dieses Motiv auf die praktische Selbstbeobachtung, so lässt es sich folgendermaßen beschreiben: In Zeiten zunehmender Anspannung ist es ratsam, weniger auf eine einzige große Entscheidung zu drängen und stattdessen subtilere Anpassungen am Lebensrhythmus vorzunehmen.

Das solare Selbst fragt: „Was gehört mir?“, das lunare Selbst: „Was tut mir gut?“. Fragt man beide, beruhigt sich die Psyche. Es ist außerdem hilfreich zu unterscheiden, ob es im Konflikt primär um die Richtung (solares Thema: Wahl, Ziel, Identität) oder um die Regulierung (lunares Thema: Schlaf, Ernährung, Beziehungssicherheit, Zuhause) geht.

Astrologisch wird Anspannung oft als Signal gedeutet: nicht, dass man „aushalten“ soll, sondern dass man die Bedingungen so anpassen sollte, dass die eigene Absicht ohne inneren Widerstand verwirklicht werden kann.

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