
Innerhalb von Sekunden verschlang ein riesiges Erdloch eine Straße in Shanghai. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie der Asphalt nachgab und Risse in nahegelegene Gebäude eindrangen.
Ein gewaltiges Erdloch riss diese Woche eine vielbefahrene Straße in Shanghai auf, verschlang innerhalb von Sekunden einen breiten Asphaltabschnitt und verursachte rasende Risse in den umliegenden Gebäuden. Überwachungskameras hielten jeden atemberaubenden Moment fest, als der Boden ohne Vorwarnung nachgab und eine normale Straße in einen klaffenden Krater verwandelte, der nun die Videoaufnahmen dominiert.
Fahrzeuge wichen im letzten Moment aus, während Schaulustige wie erstarrt dastanden. Die schiere Geschwindigkeit des Einsturzes wurde aus verschiedenen Blickwinkeln in allen Einzelheiten eingefangen.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Qixin Road im Bezirk Minhang, wo Bauarbeiter bereits am Vortag, dem 11. Februar, ein Wasserleck gemeldet hatten. Am Donnerstagmorgen eskalierte das Problem zu einer Katastrophe: Ein 10 bis 20 Meter breites Loch klaffte tief in der Erde, dessen Ränder abbröckelten, als die Fahrbahnoberfläche wie Papier nachgab.
Das Video zeigt die dramatischen Szenen: Der Asphalt faltet sich nach innen, Straßenlaternen schwanken und Trümmer stürzen in die Tiefe. Glücklicherweise gab es keine Todesopfer, doch die Beinaheunfälle und die Gebäudeschäden in der Umgebung haben die Anwohner beunruhigt.
Shanghai liegt auf weichem Schwemmlandboden, der anfällig für Bodensenkungen ist. Verschärft wird die Situation durch jahrelange Grundwasserentnahme und den rasanten Bauboom. Experten nennen unterirdische Hohlräume, die durch Rohrbrüche, lockere Sandschichten und veraltete Infrastruktur entstanden sind, als häufigste Ursachen für solche Ereignisse.
Daten zeigen, dass 72 Prozent der chinesischen Erdfälle seit 2017 auf menschliche Eingriffe wie mangelhafte Bauausführung oder Versorgungsleitungsstörungen zurückzuführen sind. Erst vor zwei Jahren, im Januar 2024, führte ein Abwasserrohrbruch im selben Gebiet von Minhang zu einem Einsturz einer anderen Straße um fast 10 Meter – auch damals gab es keine Verletzten. Die Aufnahmen dieses jüngsten Einsturzes erinnern an jenen Vorfall, nur in einem viel größeren Ausmaß: Der Straßenbelag hebt sich, bevor er vollständig einstürzt.
Nach der Straßensperrung eilten Arbeiter mit Absperrungen und Pumpen herbei. Das chinesische Eisenbahntunnelbüro leitete die Notfallmaßnahmen nahe der im Bau befindlichen Jiamin-Linie.
Das Video dokumentiert ihren Einsatz: Bagger untersuchen die Ränder der Baugrube, aus der Wasser strömt – ein Hinweis auf ein geplatztes Hauptrohr. Für die Anwohner ist dies eine deutliche Erinnerung an die versteckten Gefahren unter ihren Füßen in einer der größten Städte der Welt, wo glänzende Türme den fragilen Untergrund verdecken.
Sehen Sie sich diesen Clip an, um zu erleben, wie der Boden die Stadt in Echtzeit im Stich lässt: die ersten Risse, die sich wie Spinnennetze ausbreiten, der plötzliche Abgrund, der die Straße verschlingt, und das Chaos der Umstehenden, die zurückeilen, während sich der Staub über dem Abgrund legt.
Er verdeutlicht, wie schnell Stabilität in urbanen Dschungeln, die zu schnell auf wackeligen Fundamenten errichtet wurden, verschwinden und einen direkt an den Rand des Lochs ziehen kann.
Video:
🇨🇳 Massive Sinkhole Suddenly Swallows Large Stretch of Roadway in Shanghai, China pic.twitter.com/HfZr1gb4Hz
— RT_India (@RT_India_news) February 12, 2026


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