Orkanböen bis zu 192 km/h an der Adria: Autobahn gesperrt, Fähren eingestellt, Flüge kehren um (Video)

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Der Kälte in Deutschland oder Österreich entfliehen und schnell nach Kroatien an die schöne Adria fliegen oder mit dem Auto fahren – viele Mitteleuropäer wollten die Osterferien am Meer in der Sonne verbringen. Doch die gefürchtete Bora machte Tausenden Urlaubern mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 192 km/h einen Strich durch die Rechnung.

Laut der Wetterseite Crometeo wurden auf der Insel Rab Windspitzen von bis zu 192 km/h gemessen. Die Bora auf der Brücke zur beliebten Ferieninsel Krk, genauer gesagt im Tihi-Kanal, den sie überbrückt, wehte laut tunera.info in den vergangenen Tagen mit einer Geschwindigkeit von 170 km/h.

Die Krk-Brücke war am Karfreitag (3. April) für den gesamten Verkehr gesperrt. Nach einer kurzen Aufhebung der Sperre war ein Gespann mit einem Kombi und einem Wohnwagen von heftigen Seitenwinden erfasst worden, der Caravon wurde über die Brüstung umgeworfen und blieb dort hängen.

In Povile und Prizna am Festland erreichte die Bora 145 km/h, in Bakarac nahe Rijeka 136 km/h. Die Adria-Küstenstraße war zwischen Senj und Sveta Marija Magdalena gesperrt.

Bopra-Orkan fegt Wohnwagen von der Straße – nur ein Brückengeländer verhindert das Schlimmste

Auch am Fuße des Velebtit-Gebirges weiter südlich herrschten starke Bora-Stürme. Am Karfreitag war der Fähr-, Katamaran- und Schiffsverkehr in der nördlichen kroatischen Adria teilweise eingestellt. Laut 24sata.hr waren die Linien Pula–Zadar–Pula, Rijeka–Cres–Mali Lošinj und Rijeka–Rab–Novalja betroffen.

Die Ferieninsel Pag war nur für Pkw über die Brücke erreichbar. Sturmanfälligere Lkw durften nicht verkehren. Die Dalmatina-Autobahn A1 Zagreb–Split war gestern zwischen den Anschlussstellen Sveti Rok am Ostfuß des Küstengebirges und Posedarje an der Küste seit 7:20 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt.

Auch im Süden herrschte bei Zadar heftiger Sturm. Am Mittwoch musste ein Reisebus aus Graz aufgrund der Wetterbedingungen in Kroatien eine Zwangspause einlegen.

Die 77 Passagiere befanden sich nach Angaben des kroatischen Zivilschutzes in Zadar auf der Rückreise, als ein starker Sturm die Autobahn sperrte und das Fahrzeug auf eine schmale Bergstraße umgeleitet wurde. Aufgrund der widrigen Bedingungen und der beengten Platzverhältnisse auf der Strecke kam der Bus dort zum Stehen.

„Den Feuerwehrleuten gelang es, eine Leitplanke zu entfernen und den Bus auf die Straße zu ziehen, doch aufgrund des Windes kann der Bus seine Fahrt nicht fortsetzen, und die Fahrgäste werden in Gračac auf einen Ersatzbus aus Graz warten“, hieß es laut Zivilschutz.

Die Passagiere wurden währenddessen in einem nahegelegenen Kulturzentrum untergebracht. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Auch der Flugverkehr war betroffen. Am Mittwoch und Gründonnerstag (2. und 3. April) mussten zwei Lufthansa-Flüge (LH1708) von München nach Dubrovnik beim Landeanflug wieder umkehren. Grund hierfür waren starke Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 72 km/h.

Betroffen waren am Mittwoch laut Augsburger Allgemeine 195 Passagiere an Bord des Airbus A321, am Donnerstag waren es demnach 154 Fluggäste.

Anfang der Woche hatte schon das Auswärtige Amt in Berlin vor den Unwettergefahren in Kroatien gewarnt. Die gute Nachricht: Am Karsamstag soll der Sturm abflauen. Ab Ostern ist sonniges Frühlingwsetter an der Adria in Sicht.

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