Eine Staubwolke aus der Sahara zieht in den Südosten der USA

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In Teilen Floridas wurden bereits Staubpartikel in der Luft beobachtet. Die Lage dürfte sich bis Mitte der Woche durch das Eintreffen weiterer Partikel verschärfen. Die Bevölkerung wurde gewarnt.

Eine gewaltige Staubwolke aus der Sahara zieht in Richtung der Vereinigten Staaten und wird voraussichtlich in den kommenden Tagen den Südosten des Landes einhüllen. In Südflorida, einschließlich der Region um Miami, ist bereits leichter Staub in der Luft.

Dies hat zu heißem und trockenem Wetter geführt. Starke Winde verstärken die Bewegung der staubhaltigen Luft. Laut Prognose wird die Saharastaubwolke am Dienstag die Region vollständig erreichen und die Luftqualität verschlechtern.

Die Auswirkungen werden Mitte der Woche voll spürbar sein, da der Staub noch tagelang durch die Luft sickern wird. Aufgrund der Feinstaubbelastung wird die Gesundheit der Menschen in der Region beeinträchtigt sein.

Behörden warnen vor einer Überschreitung der zulässigen Feinstaubwerte. Die Auswirkungen werden sich ab Mitte der Woche bis zum Wochenende verschärfen, wenn vermehrt Staub vom Atlantik heranzieht. Anfang nächster Woche kehrt mit dem Durchzug von Saharastaub wieder Feuchtigkeit in die Luft zurück.

Der Südosten der USA ist in den Sommermonaten häufig von Wüstenstaub betroffen, leidet derzeit jedoch unter einer Hitzewelle, die sich durch einen Staubsturm voraussichtlich noch verschlimmern wird. Die Staubaktivität erreicht ihren Höhepunkt üblicherweise zwischen Juni und Mitte August, wobei die Staubmenge jährlich variiert.

Experten zufolge besteht Saharastaub aus Feinstaub der Partikel PM10 und PM2,5 sowie bestimmten Mineralien wie Quarz und Feldspat. Auf seinem tausende Kilometer langen Weg nimmt er zudem Mikroben und Schadstoffe auf. Diese Partikel können beim Einatmen Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Probleme verursachen.

Weitere mögliche Beschwerden sind Reizungen der Augen, Nase, des Rachens und der Haut, allergische Reaktionen und Kopfschmerzen. Eine Luftqualitätswarnung gilt bis Dienstag, 15:00 Uhr ET, im Bezirk Miami-Dade.

Der Saharastaub führt zur Bildung einer trockenen Luftschicht in mehreren tausend Metern Höhe. Die dort herrschenden heißen und trockenen Bedingungen entziehen der Luft die für die Entstehung von Hurrikanen notwendige Feuchtigkeit.

Auszug aus einem Dokument des EU-Parlements (EPRS_ATA(2021)656339_EN):

Was wäre, wenn wir den Planeten so gestalten könnten, dass er im Kampf gegen den Klimawandel hilft?

Geoengineering umfasst eine Reihe von Techniken unterschiedlicher Komplexität, Risiken und Kosten. In der Politik dreht sich die Debatte fast ausschließlich um „Solar-Geoengineering“. Dieser Begriff beschreibt Methoden zur Kühlung des Planeten, indem ein Teil der Sonnenenergie zurück ins Weltall reflektiert oder die Menge der von der Erde ausgehenden Sonnenstrahlung erhöht wird.

Zirruswolken haben bekanntermaßen eine wärmende Wirkung auf die Erde. Die Einbringung von Saharastaub in die Atmosphäre würde die Bildung von Zirruswolken verhindern und die globalen Temperaturen senken. Die stratosphärische Aerosolinjektion erzeugt einen künstlichen Sonnenschutz durch das Einbringen reflektierender Partikel in die Stratosphäre.

Ihr Funktionsprinzip basiert auf natürlichen Phänomenen. Der Ausbruch des Mount Pinatubo im Jahr 1991 schleuderte rund 15 Millionen Tonnen Schwefeldioxid in die Stratosphäre; in den darauffolgenden zwei Jahren sanken die globalen Temperaturen um etwa 1 °C. Solar-Geoengineering wäre kostengünstig, und Wissenschaftler sind sich seines Potenzials einig.

Ohne Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen wird sich die CO₂-Konzentration bis 2060 voraussichtlich verdoppeln. Theoretisch könnte die Beseitigung aller Zirruswolken den Anstieg der CO₂-Konzentration ausgleichen; ebenso die Verwendung stratosphärischer Partikel, um 2 % der einfallenden Sonnenstrahlung zu reflektieren.

Mehr über Wettermanipulation und Experimente lesen Sie in den Büchern „DUMBs 1“ und „DUMBs 2“ und „Antarktis: Hinter der Eiswand

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