Vulkan Campi Flegrei: Der Boden hebt sich weiterhin

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Die Campi Flegrei zeigten sich in dieser Woche ruhiger. Der Wochenbericht für den Zeitraum vom 29. Juni bis zum 5. Juli verzeichnete 57 seismische Ereignisse – ein Rückgang gegenüber den 85 der Vorwoche; 43 davon konnten lokalisiert werden, und 13 erreichten eine Magnitude von 1,0 oder mehr.

Das stärkste Ereignis erreichte am 30. Juni um 01:08 Uhr eine Magnitude von 2,1 und war damit deutlich schwächer als das Beben der Stärke 3,6, das in der Vorwoche hervorstach.

Für sich genommen ist eine ruhigere Woche wenig aussagekräftig. Die seismische Aktivität in diesem Gebiet tritt schubweise auf, und auf Phasen hoher Aktivität folgt oft eine ruhigere Zeitspanne. Unverändert geblieben ist hingegen die Bodenhebung: Der Boden im Zentrum der Caldera hebt sich weiterhin um etwa 10 Millimeter pro Monat – eine Geschwindigkeit, die seit Februar konstant ist.

Die Erdbeben entstehen schlicht durch das Aufbrechen des Gesteins, während der Calderaboden nach oben gedrückt wird. Weniger Beben in einer Woche bedeuten nicht, dass die Bodenhebung zum Stillstand gekommen ist.

Der Boden hebt sich weiterhin.

Campi Flegrei | INGV klärt CO₂-Überwachung im Eisenbahntunnel der Linie 2

Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) hält es angesichts der in den letzten Tagen kursierenden Nachrichten und Interpretationen über das Vorhandensein von Kohlendioxid im Eisenbahntunnel der Linie 2, Abschnitt Pozzuoli Solfatara–Neapel Campi Flegrei , für sinnvoll, einige Klarstellungen zu den durchgeführten Aktivitäten und zur korrekten Interpretation der verfügbaren Daten zu geben.

Das INGV ist für die Überwachung geophysikalischer und geochemischer Phänomene im Zusammenhang mit Bradyseismus und die Bereitstellung entsprechender wissenschaftlicher Gutachten für die zuständigen Behörden zuständig. Die Überwachung der Sicherheit der Eisenbahninfrastruktur, die Planung von Schutzmaßnahmen und die Entscheidung über die Unterbrechung oder Wiederaufnahme des Bahnverkehrs fallen jedoch nicht in den Aufgabenbereich des Instituts.

Diese Aufgaben obliegen ausschließlich dem Infrastrukturbetreiber und den zuständigen Behörden. Die Dauer der vom Betreiber geplanten technischen Maßnahmen ändert nichts an den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die im Tunnel festgestellten anomalen CO₂-Konzentrationen und stellt diese auch nicht infrage.

Die Dauer einer Bahnsperrung ist keine wissenschaftliche Tatsache und kann nicht zur Bestimmung herangezogen werden, ob CO₂ ein signifikanter Faktor für das beobachtete Phänomen ist. Eine solche Schlussfolgerung entbehrt jeglicher technischen oder wissenschaftlichen Grundlage.

Das Vorhandensein und das Ausmaß von CO₂ in Tunneln werden durch instrumentelle Messungen ermittelt, nicht durch die Berücksichtigung des Zeitpunkts oder der Methoden von Eingriffen in die Infrastruktur.
Das INGV setzt sein Engagement für die Überwachung der Phlegräischen Felder und die umgehende Untersuchung von Anomalien fort, wie beispielsweise im Fall des Petronio-Instituts und des RFI-Eisenbahntunnels.

In diesen Kontexten stellt das INGV seine wissenschaftliche und technische Expertise zur Verfügung, um zur Charakterisierung der Phänomene, zur Definition des Wissensrahmens und zur Unterstützung der zuständigen Behörden bei den für etwaige Schutzmaßnahmen notwendigen Bewertungen beizutragen.

Ziel des INGV Vesuv-Observatoriums ist es, verifizierte, aktuelle und wissenschaftlich fundierte Daten bereitzustellen und Vereinfachungen zu vermeiden, die in der Bevölkerung Verwirrung stiften könnten.

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