
Er verbrachte Jahre am CERN, arbeitete an den Datensystemen für den Large Hadron Collider und spürte den kleinsten, fundamentalsten Bausteinen der physikalischen Realität nach, die je gemessen wurden.
Dann wandte er sich vollständig vom Materialismus ab. Bernardo Kastrup vertritt heute die These, dass nicht die Materie das Fundament des Universums bildet, sondern das Bewusstsein.
Sein Erklärungsmodell nennt sich „analytischer Idealismus“. Dabei handelt es sich nicht um mystische Spekulationen; die Theorie stützt sich vielmehr auf ein reales, ungelöstes Problem der Neurowissenschaften und der Philosophie: das sogenannte „harte Problem des Bewusstseins“ (Hard Problem of Consciousness).
Bislang konnte niemand erklären, wie oder warum aus physischer Materie überhaupt subjektives Erleben entsteht.
Kastrup stellt das gängige Modell auf den Kopf. Er argumentiert, dass das Gehirn den Geist nicht erzeugt, sondern filtert – so wie ein Radio die Musik, die es wiedergibt, nicht selbst erschafft.
Aus dieser Sichtweise ist die feste Welt, die Sie gerade betrachten, nicht das Fundament der Existenz, sondern lediglich die äußere Erscheinungsform von etwas Tieferem.
Der vorherrschende Physikalismus geht nach wie vor davon aus, dass das Bewusstsein aus der Materie hervorgeht – eine Frage, die sowohl in der Wissenschaft als auch in der Philosophie weiterhin offen und umstritten ist.
Wenn der Geist der Materie vorausging: Was bedeutet das für all jene Dinge, die auf der gegenteiligen Annahme beruhen?
Leiten Sie diesen Beitrag an jemanden weiter, der schon immer geahnt hat, dass der Boden unter den Füßen nicht so fest ist, wie er aussieht.
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