Russische Wissenschaftler enthüllen, wie lange Menschen tatsächlich leben könnten

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Wissenschaftler des russischen Skolkowo-Instituts für Wissenschaft und Technologie haben ein mögliches biologisches Limit für die menschliche Lebensspanne auf Basis der Anhäufung somatischer Mutationen modelliert.

Diese zufälligen DNA-Fehler entstehen bei der Zellteilung. Selbst wenn die Medizin alle anderen Hauptursachen des Alterns beseitigen könnte, würden sich diese Mutationen weiter anhäufen, Zellen schädigen, Gewebe angreifen und zu Organversagen beitragen.

Ihre Modelle schätzen, dass die durchschnittliche Lebensspanne des Menschen bei erfolgreicher Behandlung aller anderen Alterungsmechanismen etwa 146 bis 194 Jahre erreichen könnte – etwa das Doppelte der heutigen Lebenserwartung. In außergewöhnlichen theoretischen Fällen könnten Individuen laut Berechnungen sogar deutlich länger leben, potenziell bis zu 627 Jahre.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass somatische Mutationen allein nur einen relativ schwachen Einfluss auf den Alterungsprozess haben, aber letztendlich zu einem limitierenden Faktor werden könnten, wenn andere Alterungsprozesse überwunden würden.

Die Auswirkungen variieren zudem je nach Gewebe: Haut- und Leberzellen erneuern sich kontinuierlich, während sich in den weitgehend unersetzlichen Herz- und Gehirnzellen mit der Zeit Mutationen ansammeln.

Obwohl die Forscher nicht mit solch außergewöhnlichen Lebensspannen in naher Zukunft rechnen, wirft die Studie Fragen zu den Bemühungen auf, das menschliche Leben radikal zu verlängern, einschließlich der Forschung zur Zellverjüngung und Anti-Aging-Initiativen.

Die Forscher betonen, dass ihre Ergebnisse keine endgültige Vorhersage darstellen, legen aber nahe, dass medizinische Behandlungen, die ausschließlich auf andere Aspekte des Alterns abzielen, die menschliche Unsterblichkeit möglicherweise nie ermöglichen werden.

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