
⌚ Es war 07:34 Uhr morgens. Innerhalb von Sekunden strömten die Menschen auf die Straße; in Bogotá, Medellín, Cali und der Kaffee-Region wurden Gebäude evakuiert.
Der Geologische Dienst Kolumbiens lokalisierte das Epizentrum in San José del Palmar (Chocó) in einer Tiefe von 96 Kilometern. Die erste Meldung sprach von einer Stärke von 6,7; wenige Minuten später wurde der Wert auf 7,4 korrigiert.
🧱 Am schlimmsten traf es Manizales: Fassadenteile rissen ab, Schutt bedeckte die Straßen und einer der Türme der Kathedrale wurde beschädigt.
Auch in Cali stürzten Fassadenteile von mehreren Gebäuden herab. Und aus Quibdó meldete Nubia Carolina Córdoba, die Gouverneurin von Chocó, Verletzte sowie schwere Schäden an Gebäuden.
🚨 Bogotá hatte Glück: Bürgermeister Carlos Galán berichtete lediglich von Rissen, aber keinen strukturellen Schäden. Nun bereiten den Behörden die Nachbeben Sorge.
Die offizielle Bilanz steht noch aus, und die Zahlen könnten sich in den kommenden Stunden noch ändern.
Bleib stark, Chocó. Wir hoffen, dass die Zahlen nicht weiter steigen.
Etwas stimmt nicht
🇻🇪 Vor anderthalb Monaten war der Nachbar an der Reihe. Am 24. Juni wurde Venezuela von einem seismischen Doppelereignis getroffen: zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5, die kurz aufeinanderfolgten; am schlimmsten traf es La Guaira und Caracas.
Bis Anfang August lag die offizielle Opferzahl bereits bei über 6.000 Toten.
🗺️ Und genau das ist das Seltsame daran. Venezuela liegt an der Grenze zwischen der Karibischen und der Südamerikanischen Platte; das heutige Beben hingegen war ein Tiefbeben vor der kolumbianischen Pazifikküste. Es handelt sich um unterschiedliche Systeme, die mehr als tausend Kilometer voneinander entfernt sind. Bislang konnte niemand erklären, warum die Region innerhalb von weniger als einem Jahr eine solche Serie starker Erdbeben erlebt.
🚨 Was beide Länder jedoch gemeinsam haben, ist der Boden, auf dem sie liegen. In Kolumbien steht die Bilanz erst noch bevor: Ein Nachbeben war bereits zu spüren, und die Behörden ermitteln noch das tatsächliche Ausmaß der Schäden.
Zwei Nachbarn, zwei Erdbeben, dieselbe Angst.



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