🕯️🪶 Levitation: Sie sahen ihn über dem Boden schweben

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🕯️🪶 Im 17. Jahrhundert hob ein Mönch namens Josef von Copertino vor Zeugen immer wieder vom Boden ab, und die Kirche hielt schriftlich fest, wer dies beobachtet hatte.
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Diana Walsh Pasulka, Professorin für Religionswissenschaft, die jahrelang Zeugenaussagen in den Vatikanarchiven studierte, hat die Unterlagen zum Heiligsprechungsprozess durchgearbeitet. Was sich darin findet, ist keine Zusammenfassung. Es sind Unterschriften – womöglich Tausende –, und neben jeder einzelnen ist vermerkt, um wen es sich bei der jeweiligen Person handelte.
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Ganze Städte ließen ihre Namen eintragen.
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Die Zeugenaussagen wurden zur Zeit der Spanischen Inquisition gesammelt. Wer angab, einen Mann beim Schweben beobachtet zu haben, geriet selbst in Verdacht; Pasulka bestätigt, dass man sich mit einer solchen Unterschrift weit aus dem Fenster lehnte.
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Jede Unterschrift zeugt von einer Person, die sich bewusst dazu entschied, namentlich genannt zu werden – und das in einem Jahrhundert, in dem eine solche Behauptung als gefährlich galt.
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Diese Darstellung beruht auf Pasulkas Auswertung der kirchlichen Dokumente, mit denen sie gearbeitet hat. Die Angabe zur Anzahl der Unterschriften stammt aus ihrer Erinnerung und nicht aus einer veröffentlichten Statistik; zudem halten die Akten eines Heiligsprechungsprozesses fest, was die Zeugen sagten, nicht zwangsläufig, was tatsächlich geschehen ist.
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Was bewegt Tausende von Menschen dazu, ihren Namen unter etwas derart Gefährliches zu setzen?

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