Experten registrieren Doppel-Erdbeben am Gardasee

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Die Erde bebte am Freitag (9. Januar) am Gardasee gleich doppelt – und viele Menschen nahmen die Erschütterungen deutlich wahr. Um 15:28 Uhr deutscher Zeit registrierte das italienische Erdbebeninstitut INGV ein Erdbeben der Stärke 3,4 mit dem Epizentrum drei Kilometer nördlich von Gargnano. Das berichtete ilfattoquotidiano.it.

Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von zehn bis elf Kilometern, wie das INGV angab. Bereits vier Minuten zuvor hatte es eine schwächere Erschütterung der Magnitude 2,5 gegeben. Die lombardische Gemeinde Gargnano, direkt am Westufer des Gardasees gelegen, war dem Epizentrum am nächsten. Auch an Italiens Supervulkan bebt die Erde immer wieder.

Die Erdstöße am Gardasee waren weit über das unmittelbare Epizentrum hinaus zu spüren. Besonders deutlich nahmen die Bewohner von Brenzone sul Garda auf der gegenüberliegenden Seeseite die Erschütterungen wahr, heißt es weiter bei ilfattoquotidiano.it.

Auch in weiteren Gemeinden rund um den See wie Toscolano Maderno, Salò, Manerba del Garda und Tignale meldeten Einwohner die Erdstöße, schreibt primabrescia.it.

Selbst in 13 Gemeinden der Provinz Verona spürten Menschen das Beben, darunter in Malcesine, am Monte Baldo und entlang der venezianischen Küste des Gardasees bis hin zu den etwa 20 Kilometer entfernten Orten Affi, Bardolino und Rivoli Veronese.

Nach Angaben von erdbebennews.de war das Beben für etwa 1,4 Millionen Menschen spürbar. Die berechnete Maximalintensität lag bei 4,0 auf der Intensitätsskala. Schäden an Gebäuden oder Verletzte wurden nicht gemeldet. Die Bewohner reagierten dennoch besorgt auf die Erschütterungen.

Viele wandten sich über soziale Medien oder direkt an die Feuerwehr, um das Erlebte zu melden. Ähnlich erging es kürzlich auch Anwohnern einer Region in Südtirol, wo es ebenfalls ein Erdbeben gab.

Der Gardasee liegt laut dem Portal vulkane.de in einer geologisch aktiven Zone. Die Region wird von der Solferino-Monte Pastelletto-Verwerfung geprägt, die südöstlich des Sees verläuft und die auslaufenden Alpen von der Po-Ebene trennt. Erdbeben kommen in dieser Gegend immer wieder vor, meist bleiben sie jedoch ohne größere Folgen.

Das aktuelle Beben reiht sich in die normale seismische Aktivität der Region ein. Experten stufen Erdbeben dieser Stärke als leicht ein – sie sind zwar deutlich spürbar, verursachen aber in der Regel keine Schäden.

Ein weiteres Erdbeben in einer anderen Region Italiens war deutlich stärker – es gab unter vielen Anwohnern „Momente der Angst“.

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