
Ein Erdbeben der Stärke 5,7 trifft gleich mehrere Urlaubsinseln in Griechenland. Anwohner konnten die Erschütterungen deutlich spüren.
Südöstlich der griechischen Urlaubsinsel Kreta hat am Freitagmorgen (24. April) gegen 6:20 Uhr die Erde gebebt. Nach Angaben des Geodynamischen Instituts in Athen erreichte das Erdbeben eine Stärke von 5,7 und fand in einer Tiefe von 9,7 Kilometern statt – rund 20 Kilometer südlich der Hafenstadt Ierapetra. Berichte über größere Schäden oder Verletzte gibt es bislang nicht.
„Ich gehe davon aus, dass es sich um ein Erdbeben handelt, das in einem großen Umkreis spürbar war, sowohl auf Kreta als auch auf den Inseln Kasos und Karpathos, aber weitere Daten liegen uns derzeit nicht vor“, sagte Efthymios Lekkas, Präsident des griechischen Erdbebenplanungs- und -schutzorganismus (OASP) und Professor für Geologie, dem örtlichen Rundfunk (ERTNews).
Erdbeben vor Griechenland-Insel war deutlich zu spüren
„Das Erdbeben war in ganz Ostkreta zu spüren. Wir haben bereits die Gemeinde Ierapetra kontaktiert, da das Epizentrum südlich von Ierapetra lag“, bestätigte auch Yiannis Androulakis, stellvertretender Gouverneur des Regionalbezirks Lassithi. Der Katastrophenschutz sei in Alarmbereitschaft.
Das Erdbeben in Griechenland soll mehrere Sekunden gedauert haben. Zudem folgten mehrere Nachbeben, allerdings weniger stark. Die Erschütterung der Stärke 5,7 könnte damit das Hauptbeben gewesen sein.
Derzeit warten die Behörden noch auf die entsprechenden Aufzeichnungen, um die Lage einschätzen zu können.
In Griechenland gibt es immer wieder Erdbeben. Erst im März erschütterte ein Beben der Stärke 5,3 den Nordwesten des Landes. Südlich von Kreta treffen die afrikanische und die europäische Erdplatte aufeinander.
Gerade hier kommt es daher häufig zu teils starken Erdbeben. Ein deutlich stärkeres Erdbeben ereignete sich vor wenigen Tagen vor der Ostküste Japans.



Schreibe einen Kommentar