Horus, Zeus und Jesus: das Vermächtnis von Amun-Ra und die Anunnaki-Linie

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Amun-Ra, auch bekannt als Marduk, der Sohn Enkis, stand im Zentrum eines Gefüges, das weit über eine einzelne Zivilisation hinausreichte. Er nahm eine Position unvergleichlicher Autorität innerhalb einer von Macht, Erbschaft und Kontrolle geprägten Dynastie ein. Von Guy Anderson

Dieses Gefüge beginnt mit Enki, der in der sumerischen Tradition als der wahre Schöpfer und eine zentrale Figur der Anunnaki verehrt wird. Amun-Ra tritt als die dominierende Autorität hervor, die Person, der die Treue galt und durch die, so der Glaube, Gericht und Barmherzigkeit vollzogen wurden.

Diese Identität beschränkt sich jedoch nicht auf eine einzige Tradition, denn Amun-Ra erscheint in verschiedenen Glaubenssystemen immer wieder in abgewandelter Form. Er übernimmt die Rolle des Zeus in der griechischen Mythologie und wird oft mit dem eifersüchtigen Gott des Alten Testaments in Verbindung gebracht.

Die Kontinuität wird durch die Sprache selbst verstärkt, da das Wort „Amen“ von seinem Namen abgeleitet sein soll. Dessen wiederholte Verwendung fungiert somit als eine Art Anerkennung, die über viele Generationen unbemerkt erhalten geblieben ist.

Die großen religiösen Traditionen des Islam, des Judentums und des Christentums weisen eine sehr ähnliche Struktur auf. Ihre zentrale Gottheit entspricht Amun-Ra in unterschiedlichen Formen und bewahrt dabei Elemente seiner Autorität und Symbolik. Der Widder, der stets mit ihm assoziiert wird, erscheint in religiösen Darstellungen als wiederkehrendes Identitätsmerkmal, das auch dann fortbesteht, wenn sich Namen und Erzählungen ändern.

Innerhalb dieser Anunnaki-Linie bilden Osiris, Isis, Horus und Seth die Fortsetzung derselben Struktur – nicht als separate mythologische Figuren, sondern als Mitglieder eines umfassenden Systems von Macht und Erbfolge. Osiris, der als Sohn des Amun-Re gilt, führt diese Autorität fort, während seine Schwester Isis innerhalb derselben Linie als Partnerin und Gegenpart agiert.

Horus, dargestellt mit einem Falkenkopf, ist der Sohn von Isis und Osiris. Seine Stellung spiegelt sowohl Erbfolge als auch Konflikte innerhalb dieser Struktur wider. Er wird als Gott der Unterwelt und aller Lebewesen beschrieben, was den Glauben widerspiegelt, dass nur die Verstorbenen als wahrhaft lebende Wesen galten. Dies wiederum verändert das Verhältnis von Leben, Tod und Macht.

Seth verkörpert als sein Bruder die Opposition innerhalb derselben Linie und erzeugt so einen Konflikt, der die umfassenderen Machtkämpfe innerhalb des Anunnaki-Systems selbst widerspiegelt. Auch dies ist kein isolierter Mythos, sondern Teil eines wiederkehrenden Musters, in dem die Macht zwischen verwandten Figuren und nicht mit äußeren Feinden ausgefochten wird.

  

Isis soll die zerstückelten Überreste des Osiris nach dessen Ermordung gesammelt und ihn so wiederhergestellt haben, dass sie empfangen konnte, obwohl sie seinen Penis, der in den Nil geworfen worden war, nicht finden konnte. Dieses Ereignis folgt einer Struktur, die in späteren Traditionen wiederkehrt, insbesondere in der christlichen Erzählung von der göttlichen Empfängnis, wo die Bewahrung und Fortführung einer heiligen Linie zu zentralen Themen werden.

Ihre Verbindung mit der später als Jungfrau Maria bekannten Figur spiegelt eine direkte Parallele in Rolle und Funktion wider, insbesondere in ihrer Position als göttliche Mutter und Beschützerin der Kinder. Ihre Verbindung zum Stern Sirius unterstreicht zudem ihren Platz in einem System, das Himmelskörper mit Autorität, Zyklen und Kontinuität verknüpft.

Horus wird ebenfalls mit dem Himmel, dem Krieg und der Jagd in Verbindung gebracht. Er soll zu Lebzeiten als Pharao geherrscht und nach seinem Tod zu seinem Vater Osiris geworden sein, wodurch er den Kreislauf der Transformation innerhalb derselben Linie fortsetzt. Sein Name bedeutet „der Übergeordnete“ und bekräftigt seine Position in einer Struktur, die durch Hierarchie und Erhabenheit definiert ist. Das Auge des Horus, das das im Kampf mit Seth verlorene Auge symbolisiert, wird zu einem dauerhaften Symbol für Macht, Wahrnehmung und Kontrolle, das von Amun-Ra als Teil desselben Autoritätssystems übernommen wird.

Dieses Symbol ist nicht auf eine Kultur beschränkt, da Variationen davon in verschiedenen Zivilisationen auftauchen. Dies deutet darauf hin, dass seine Bedeutung erhalten blieb, selbst als die ursprüngliche Struktur zerlegt und neu erzählt wurde.

Letztlich bilden diese Elemente ein zusammenhängendes System und keine Reihe unzusammenhängender Mythen. Dieselben Figuren, Beziehungen und Symbole erscheinen unter verschiedenen Namen in vielen unterschiedlichen Traditionen. Was uns als separate Religionen präsentiert wird, ähnelt in Wirklichkeit Fragmenten einer viel älteren Struktur, die in veränderter Form erhalten geblieben ist, aber immer noch dieselben grundlegenden Muster in sich trägt.

Amun-Ra steht im Zentrum dieser Struktur, nicht als eine ferne Figur einer einzelnen Zivilisation, sondern als eine Präsenz, die im Laufe der Zeit wiederholt, umbenannt und neu interpretiert wurde und Spuren hinterlässt, die überall dort sichtbar bleiben, wo dieselben Muster immer wieder auftauchen….

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Horus, Zeus und Jesus: das Vermächtnis von Amun-Ra und die Anunnaki-Linie“

  1. Avatar von Gastleser aka Der Joker
    Gastleser aka Der Joker

    Genau das versuche ich immer wieder auszusagen, daß man in den diversen Religionen hinab steigen muß zu den Ur-Religionen, denn alles andere sind nur Deutungen, Abschriften und Auslegungungen von Priestern und Mönchen, denen all zu oft die Fantasie durch ging. Die Bibel ist damit ein völlig verwässertes, unnützes Buch, allenthalben ein Hinweisgeber. Und von Jesus wolln wir gar nich erst anfangen.

    Rudimentär erhalten hat sich über deas Wirrwar der Religionen z.B. die Legende um den Ton (der Herr nahm einen Klumpen Ton und gab etwas von sich dazu, woraus er Adam erschuf. Ton hat laut manchen Wissenschaftlern interessante Eigenschaften im Verhalten zu DNA. Ich hab sowas aufgeschnappt in einer KI-Doku, die sich mit Marduk und dem Turm zu Babel befaßte. KI übertreibt gern bildlich, stellte u.a. einen alles sehenden Gott dar, dem die Augen fast rausplatzten (wurd mir beim Anblick schlecht, aber ööbelst!)

    Stöbern Sie mal auf youtube, KI schwurbelt zwar viel rum aber wenn man das Korn von der Spreu zu trennen vermag, erhält man viele interessante Aspekte, Denkansätze, Verständnis für Begebenheiten. Soweit möglich, immer Hinweise, Worte oder Daten vergleichen z.B. mit der Wikipedia oder „einschlägigen“ Fachwebseiten. Nie einer Informationsquelle vertrauen, sondern vergleichen „Viele Augen sehen mehr“ so ist es auch bei Publikationen. Jeder trägt ´n Körnchen bei, das is hochspannend, wenn man die Zeit dazu hat, sich damit zu beschäftigen. Man versteht dann auch die jüngere Geschichte am Beispiel der Finsternis im Frühmittelalter um 542 n.Chr. als Ursache Krakatoa-Ereignis, welches Jawa spaltete. Sowas erfährt man durch die neumodischen KI-Filmchen, wenn auch sehr … „entstellt“ und begreift, weshalb das römische Reich z.B. unterging. Fluchtburgen (Krennem´s) in den Sümpfen Englands, die Arthus-Saga all das wird dann deutlich und erschließt sich einem, hochspannend! Genauso wie die fast mystische Antike, die unglaublichen Daten der Königslisten („WB plus Zahl“) z.B. … KI schwurbelt nur zu viel, das is oft … kryptisch, irreführend, fast so, als solle nich jeder Wissen, da is auch viel Unfug dabei, das muß man „aussieben“!

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