
Am 26. Juli um 16:57 Uhr Ortszeit setzte unter den Campi Flegrei (Phlegräischen Feldern) ein Erdbebenschwarm ein. Das Vesuv-Observatorium, das die Caldera überwacht, meldete das Ereignis und gab Kontaktnummern für die Stadtpolizei und den Zivilschutz bekannt, an die sich Personen bei Schäden oder Beeinträchtigungen wenden können.
Ersten Angaben zufolge wurden sechs lokalisierte Erdbeben mit einer Magnitude von 0,0 oder höher registriert; das stärkste erreichte etwa Magnitude 1,6. Dies sind niedrige Werte.
Bei einem solchen Schwarm handelt es sich um eine Abfolge von Beben geringer Stärke über mehrere Stunden hinweg; das Observatorium veröffentlicht während des Verlaufs alle drei bis sechs Stunden Aktualisierungen.
Derartige Schwärme gehen mit Bodenbewegungen in den Campi Flegrei einher. Der Boden der Caldera hebt sich seit Jahren – im laufenden Jahr im Zentrum nahe Pozzuoli um etwa einen Zentimeter pro Monat –, und die Stadt liegt größtenteils über diesem Bereich.
Durch die Hebung entstehen Risse im Untergrund, und diese Aufbrüche äußern sich in solchen Erdbebenschwärmen. Die Stadt hat gelernt, mit diesem Phänomen zu rechnen.
Die eigentliche Sorge gilt weniger dem einzelnen Schwarm als vielmehr der zugrundeliegenden Bodenhebung. Die meisten dieser Beben sind kaum oder gar nicht spürbar; doch ein stärkeres Beben innerhalb eines flachgründigen Schwarms kann zu Rissen an Gebäuden in Pozzuoli führen.
Aus diesem Grund hält das Observatorium die Meldewege offen und veröffentlicht laufend die aktuelle Anzahl der registrierten Beben.


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