Zeugnisse der antiken Astronauten werden oft mit Bildern „fliegender Götter“ in Verbindung gebracht, die in der gesamten antiken Welt zu finden sind.
Verschiedene Kulturen – von Mesoamerika über Ägypten bis hin zum Pazifik – zeigen sitzende Gottheiten, umrahmt von Schlangen oder Vögeln oder vom Himmel herabsteigend. Weisen diese Szenen auf Raumschiffe und Cockpits hin oder projizieren wir moderne Technologie auf sakrale Kunst?
Gemeinsame Motive, ferne Welten
Antike Mythen beschreiben immer wieder Himmelswesen, die mit Wissen erscheinen. Schlangen mit Federn, Weltenbäume und göttliche Boten tauchen in vielen Traditionen auf. Diese Überschneidungen nähren die Annahme, dass weit voneinander entfernte Kulturen dieselben Besucher verzeichneten.
Neue Zusammenfassungen von Archäologen und indigenen Gelehrten betonen jedoch, dass ähnliche Symbole unabhängig voneinander entstehen können, um Macht, Fruchtbarkeit, Himmel oder Kosmos auszudrücken.
Olmec: La Ventas Monument 19 und die gefiederte Schlange
In La Venta (Tabasco, Mexiko) zeigt Monument 19 eine sitzende Figur, die mit einer großen gefiederten Schlange interagiert – eine der frühesten bekannten Darstellungen dieses Wesens in Mesoamerika. Spätere Kulturen nannten die Gottheit Quetzalcoatl oder Kukulkan. Manche sehen darin ein „Cockpit mit niedriger Decke“.
Die meisten Gelehrten interpretieren es als einen Herrscher oder Schamanen, der mit einer Himmelsschlange interagiert, einem Symbol der Autorität und des Himmels, und nicht als eine Maschine.
Maya: Pakals Sarkophagdeckel in Palenque
Der berühmte Deckel in Palenque zeigt König Pakal in einer komplexen kosmischen Szene. Bücher über antike Astronauten machten die Interpretation als „Rakete“ populär.
Die aktuelle Kunstgeschichte der Maya erklärt die Schnitzerei so, dass Pakal am kosmischen Weltenbaum steht , eingerahmt von einer Totenschlange und himmlischen Symbolen – ein Bild von Tod, Wiedergeburt und Herrschaft, nicht eines Raumschiffs.
Māori: Purangahua und „Hawaiki“
Neuseeländische Traditionen erzählen von Purangahua , der auf der Suche nach der wertvollen Kūmara (Süßkartoffel) reiste. Online-Überlieferungen besagen manchmal, er sei „auf einem silbernen Boot geritten“.
In Māori-Quellen ist Hawaiki die Heimat des Ursprungs und des Jenseits – kein Fahrzeug – und Purangahua reist mit Hilfe von Vögeln oder göttlichen Boten, was mit der polynesischen Reisesymbolik übereinstimmt.
Ägypten: Hapi und das Motiv des „Schlangensitzes“
Auch in der ägyptischen Kunst sind Gottheiten in schlangenförmigen Rahmen zu sehen. Der Nilgott Hapi ist typischerweise androgyn, blau oder grün und wird mit Lotus und Papyrus in Verbindung gebracht, die Ober- und Unterägypten symbolisch verbinden.
Was auf manchen Reliefs wie „Hebel“ aussieht, sind meist Pflanzen oder rituelle Symbole, die mit Flut, Fruchtbarkeit und politischer Einheit in Verbindung stehen – auch hier eher religiöse Ikonographie als Kontrolle.
Also … antike Fluggeräte – oder mächtige Symbole?
Anhänger des Paläokontakts verweisen auf geduckte Figuren, helmartige Kopfbedeckungen und „Paneele“ unter den Händen. Sie argumentieren, es handele sich um Piloten in engen Kabinen.
Aktualisierte Museumsführer und von Experten begutachtete Arbeiten erklären diese Szenen jedoch als kosmische Erzählungen: Herrscher, die mit Schlangengöttern kommunizieren, Könige, die auf dem Weltenbaum wiedergeboren werden, Reisende, die von Vögeln unterstützt werden, und Flussgötter, die für Überfluss sorgen.
Die Ähnlichkeiten zwischen den Kulturen spiegeln wahrscheinlich universelle Themen wider – Himmel, Unterwelt, Leben, Tod, Wiedergeburt –, die eher durch Tiere, Bäume und Schlangen ausgedrückt werden, als durch gemeinsame Technologie.
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