
Ein 1958 freigegebenes CIA-Memo ist im Zuge der jüngsten Veröffentlichung von UFO-Dokumenten wieder aufgetaucht und enthüllt einen mysteriösen Hinweis auf eine zerstörte „Weltraumnachricht und ihren Sender“. Die Akten enthalten außerdem Behauptungen über eine angebliche außerirdische Sternenbasis auf der Rückseite des Mondes.
Neu freigegebene, ehemals geheime UFO-Akten haben das Interesse an einer der seltsamsten Behauptungen aus den Geheimdienstakten des Kalten Krieges neu entfacht: ein CIA-vermutlicher Hinweis auf eine zerstörte „Nachricht aus dem Weltraum“ und ihren Sender.
Die neuen Dokumente wurden am Freitag (12. Juni) im Rahmen der dritten Tranche freigegebener Akten der Trump-Regierung zu unidentifizierten anomalen Phänomenen (UAPs), der offiziellen Bezeichnung der Regierung für UFOs, veröffentlicht.
Die jüngste Veröffentlichung umfasst Fotos, Videos, Zeichnungen und Geheimdienstberichte von Militär- und Zivilbehörden und erweitert ein wachsendes öffentliches Archiv, das in den letzten Monaten großes Interesse geweckt hat.
Unter den neu geprüften Unterlagen befindet sich ein vertrauliches CIA-Memorandum vom 9. Januar 1958. Das Dokument schildert ein Telefongespräch mit Dr. Leon Davidson, einem Chemieingenieur, der am Manhattan-Projekt und später in Los Alamos arbeitete, bevor er sich als unabhängiger Forscher von UFO-Sichtungen selbstständig machte.
In dem Memo schrieb der CIA-Beamte RPB Lohmann, dass Davidson darüber informiert worden sei, dass die Behörde ihm bei der Klärung seiner Bedenken bezüglich einer „Weltraumnachricht und ihres Senders“ nicht helfen könne, da die entsprechenden Aufzeichnungen bereits vernichtet worden seien.
„Wir haben Dr. Davidson telefonisch kontaktiert und ihm mitgeteilt, dass wir sein Problem bezüglich der Weltraumbotschaft und ihres Senders nicht lösen können, da die Unterlagen zu diesem Thema von der auswertenden Behörde vernichtet wurden“, heißt es in dem Schreiben.
Das Dokument enthält keine weiteren Erläuterungen zum Inhalt der angeblichen Nachricht, dazu, wer sie entdeckt hat oder welche Behörde die Aufzeichnungen ausgewertet und vernichtet hat.
Besonders interessant an dem Memo ist sein Tonfall. Lohmann räumte ein, dass die Antwort an Davidson „außerordentlich unverbindlich und ausweichend“ gewesen sei, und deutete an, dass sie so formuliert wurde, dass sie früheren Aussagen von Regierungsbehörden nicht widersprach.

In dem Memo wird auch vermerkt, dass CIA-Beamte versuchten, ihre Identität während der Gespräche mit Davidson zu verbergen, obwohl Lohmann einräumte, dass der Wissenschaftler wahrscheinlich wusste, mit wem er es zu tun hatte.
Davidson war keine Randfigur. Archivunterlagen der Columbia University belegen, dass er jahrelang UFO-Berichte sammelte und studierte und schließlich die heute als Leon-Davidson-Fliegende-Untertassen-Sammlung bekannte Sammlung zusammenstellte.
Die neueste Veröffentlichung enthält auch Aufzeichnungen im Zusammenhang mit den Apollo-Missionen der NASA, darunter Hinweise auf eine angebliche „außerirdische Sternenbasis“ auf der Rückseite des Mondes, die angeblich nicht in den offiziellen Missionsprotokollen auftauchte.
Das Pentagon berichtet von einem beispiellosen öffentlichen Interesse am Archiv: Die Website, auf der die Dateien gehostet werden, verzeichnete seit ihrem Start im Mai über 1,7 Milliarden Besuche. Für UFO-Forscher dürfte das neu veröffentlichte Memo zu den meistuntersuchten Dokumenten der Sammlung gehören.
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