Geheimes Russland – Moskaus Unterwelten: Bunker Go-42 (Video)

Es ist verwirrend: Überall in Moskaus Metro stößt man auf versperrte Treppen, Ausgänge ins Nichts und zwischen den Stationen Sportiwnaja und Uniwersitet sogar auf eine Sackgasse, die vor einem riesigen Tor endet.

Es gibt Schächte nahe dem Kreml, die in heruntergekommenen, aber streng bewachten Gebäuden enden – und manchmal fährt dort auch eine Metro, zumindest inoffiziell. Doch nur ein winziger Teil Moskaus Untergrund ist heute tatsächlich bekannt – wohl, weil der bauliche Zustand mittlerweile Entdeckungen verhindert.

Dazu gehört der noch von Stalin in Auftrag gegebene Bunker GO-42: Ein 7000 Quadratmeter großer Komplex in 65 Metern Tiefe, in dem einst 2500 Soldaten Dienst taten.

Der nuklearwaffensichere Gefechtsstand aus den 1950er-Jahren mit Geheimverbindung zur Station Taganskaya diente unter anderem als Notfall-Hauptquartier der sowjetischen Luftverteidigung und verfiel später.

Neben den zwölf offiziellen soll es drei bis vier geheime Linien geben, die bis vor die Tore der Stadt führen. Nur Legende? Der langjährige Chef der Moskauer Metro, Dmitri Gajew: „Ich werde die Existenz geheimer Transporttunnel nicht bestreiten. Ich wäre aber überrascht, wenn es sie nicht gäbe …“

Geheimes Russland – Moskaus Unterwelten

Geheimnisse ziehen Menschen an. Wenn es keine Geheimnisse gibt, erfinden sie welche. Doch oft funktioniert beides gut zusammen: Es gibt Geheimnisse und sie werden zusätzlich ausgeschmückt. So geschieht es auch in Moskau.

Gibt es eine Stadt unter der Stadt? Sicher ist, dass Moskau viele Geheimnisse verbirgt. Einigen von ihnen geht die Dokumentation auf den Grund. So gibt es unter Moskau U-Bahn-Paläste voller Sowjetpropaganda, Stalins prächtige Bunker sowie jahrhundertealte Flusssysteme.

Doch was ist noch unter der Hauptstadt Russlands verborgen? Die Suche ist spannend und manchmal auch überraschend. Interessant allemal, was Menschen sich ausdenken und welche Mittel sie einsetzen, um ihre Fantasie auszudrücken und sich zu schützen.

Was liegt unter Moskau verborgen? U-Bahnpaläste voller Sowjetpropaganda, Stalins prächtige Bunker, jahrhundertealte Flusssysteme. Seit Jahrzehnten gibt es immer wieder Hinweise, kryptische Aussagen und Andeutungen über den Moskauer Untergrund.

Die filmische Spurensuche zeigt den Kommandobunker Stalins sowie das Regierungsobjekt GO-42, ein Hauptquartier des Sowjetmilitärs während der Kubakrise 1962. Zur Tarnung wurde ein Wohnhaus mit Topfpflanzen und Gardinen über GO-42 errichtet. Bis zum Ende des Kalten Krieges kümmerten sich speziell ausgebildete Soldaten um den bürgerlichen Wohncharme und machten abends das Licht an, während unter ihnen 2.000 Menschen rund um die Uhr mit Interkontinentalraketen die Welt bedrohten.

Die Dokumentation zeigt auch Begegnungen mit den illegalen Erforschern dieser komplexen Transport- und Wohnsysteme, den Diggern. Sie berichten von einer geheimen Metro, die in zwölf Minuten das gesamte Zentralkomitee evakuieren und sie zu Bunkern am Stadtrand und zum Flughafen in Sicherheit bringen könnte, während oben der Atomkrieg wütet.

 

Die Digger geben sogar Hinweise auf ihr bestgehütetes Geheimnis: Unter der glitzernden Geschäftsmetropole soll es eine weitere Stadt für die oberste Führungsschicht geben, deren Existenz die Welt bis heute in Angst und Schrecken versetzt.

Deren Entdeckung wollte jahrzehntelang der Geheimdienst KGB und heute noch deren Nachfolgeorganisation FSB auf jeden Fall verhindern. Jeder, der sich diesen Geheimnissen nur nähert, wird erbarmungslos verfolgt.

Was wird von diesen Einrichtungen noch heute von Putin & Co. genutzt?

Mehr über Bunker und Anlagen in Russland finden Sie im Buch:

DUMBs: Geheime Bunker, unterirdische Städte und Experimente: Was die Eliten verheimlichen“

Video:

https://www.youtube.com/watch?v=QTOWXblZ_zE

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