
Eine neue Browser-Erweiterung namens Slop Evader sorgt für Aufmerksamkeit, weil sie Nutzern ermöglicht, das Internet so zu durchsuchen, wie es vor der breiten Verbreitung generativer KI aussah.
Das Tool filtert Suchergebnisse so, dass nur Inhalte angezeigt werden, die vor dem 30. November 2022 veröffentlicht worden sind – dem Tag, an dem ChatGPT öffentlich gestartet ist.
Slop Evader blendet neuere Webseiten und Beiträge gezielt aus und entfernt damit große Mengen an KI-generiertem Text, automatisierten Bildern und wiederverwerteten Inhalten aus den Suchergebnissen. Stattdessen werden Artikel, Diskussionen und Quellen angezeigt, die vor dem starken Einfluss generativer KI entstanden sind.
Viele Nutzer greifen zu dem Tool, weil sie empfinden, dass Suchmaschinen und soziale Netzwerke zunehmend mit minderwertigen KI-Inhalten überfüllt worden sind.
Dadurch sei es schwieriger geworden, originelle Texte, verlässliche Informationen und menschliche Perspektiven zu finden. Ursprünglich als künstlerisches Experiment gedacht, hat Slop Evader schnell eine größere Debatte über die Veränderungen der Informationsqualität im Internet ausgelöst.
Für manche wirkt die Erweiterung wie ein nostalgischer Filter, der an ein Internet erinnert, das persönlicher und weniger automatisiert gewesen ist. Für andere stellt sie ein praktisches Werkzeug dar, um gezielt nach Informationen zu suchen, die nicht von KI-Systemen geprägt oder erzeugt worden sind.
Das Projekt spiegelt eine wachsende Sorge wider, dass sich das Internet seit 2023 nicht nur technisch, sondern auch kulturell grundlegend verändert hat und neue Fragen zu Vertrauen und Authentizität aufwirft.








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