
„Energie Zivota“ berichtet:
Den Großteil des Tages nehmen wir es nicht wahr. Es schlägt leise und gleichmäßig, wie eine Trommel in einem anderen Raum.
Das Herz.
Solange es nicht schmerzt, solange es nicht vor Angst oder Liebe schlägt, tun wir so, als sei es nicht da. Vielleicht, weil wir, wenn wir ihm wirklich zuhörten, mehr vernehmen würden, als wir bereit sind zu akzeptieren.
Das Herz misst nicht nur die Zeit. Es gibt den Rhythmus unseres Seins vor. Jeder Schlag ist eine Antwort darauf, wie wir leben, was wir unterdrücken, wohin wir eilen und wovor wir fliehen. Es fragt nicht nach dem Grund. Es antwortet direkt. Hier und jetzt.
In der esoterischen Psychologie ist das Herz das Tor zum Bewusstsein – der Ort, an dem Körper, Emotionen und Geist sich begegnen. Wenn wir es ignorieren, verlieren wir den Kontakt zu unserem eigenen Rhythmus. Wenn wir es hören, beginnen wir zu verstehen, dass Frieden, Chaos und Freude ihren eigenen Rhythmus haben. Und dass dieser Rhythmus – zumindest teilweise – von uns selbst gewählt wird.
Peruanische Schamanen wissen das seit Generationen. Für sie ist das Hören auf das Herz keine Metapher, sondern eine gelebte Praxis. In Stille, im Atem, im Ritual. Und auch die Arbeit mit Pflanzen, die Körper und Bewusstsein helfen, wieder in Einklang mit ihrem natürlichen Rhythmus zu kommen.
Eine davon ist Caigua – ein unscheinbares Kraut, das traditionell mit dem Herzen, dem Energiefluss und dem Abbau von innerem Druck in Verbindung gebracht wird.
Vielleicht geht es gar nicht darum, den Herzschlag zu verstärken. Sondern vielmehr darum, ihn wahrhaftig zu gestalten. In einem Rhythmus, der nicht von Angst bestimmt wird, sondern aus einer inneren Übereinstimmung mit dem Leben entsteht.
Halten Sie einen Moment inne. Legen Sie Ihre Hand auf Ihre Brust. Und lauschen Sie.






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