
Teile eines Meteoriten haben laut Polizei Schäden an Dächern und Häusern in Rheinland-Pfalz angerichtet. Schadensmeldungen gebe es unter anderem aus dem Hunsrück, der Eifel und aus Koblenz.
Ein Sprecher des nationalen Lage- und Führungszentrums für Sicherheit im Luftraum in NRW sagte am Abend auf Nachfrage von BILD: „Wir wissen, dass es ein Meteor oder Meteorit gewesen ist, ob es dazu noch nähere Informationen geben wird, kann derzeit nicht gesagt werden.“
Es blitzt, dann rast eine hellglühende Riesenkugel über den dämmerigen Abendhimmel. In den sozialen Medien ist die Aufregung groß, immer mehr Fotos und Videos werden geteilt. Die Spekulationen reichen von Meteorit über Weltraumschrott bis Flugzeugabsturz. Sicher ist: Ein derartiges Feuerspektakel gab es lange nicht!
„Hat noch jemand den leuchtenden Feuerball am Himmel gesehen?“, „Der war verdammt tief“, „Super schön und ein langer Feuerschweif! Wow!“, „Habt ihr auch den krassen Knall gehört?“ – Postings wie diese gibt es seit Sonntagabend gegen 18.50 Uhr Hunderte. Die Zeugen wohnen unter anderem in Rheinland-Pfalz, Saarland und NRW. In Koblenz-Güls hat ein nicht vollständig verglühtes Trümmerteil laut Polizei ein fußgroßes Loch im Dach eines Wohnhauses hinterlassen. Verletzt wurde niemand.
Aber auch in Niedersachsen wurde das Objekt gesichtet: Bei der Polizei in Osnabrück gingen am Abend mehrere Notrufe ein. „Zeugen berichteten von einem hellen Feuerball am Himmel, der anschließend zwischen Georgsmarienhütte und Osnabrück zu Boden gestürzt sein soll“, so die Polizei. Die Anrufer vermuteten zunächst einen Flugzeugabsturz, was schnell wieder verworfen wurde. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen auch hier nicht.
In Stade westlich von Hamburg wurden Feuerwehr und Polizei gegen 19 Uhr der Absturz von möglichen Flugzeugteilen oder Teilen von sonstigen Himmelskörpern in ein Maisfeld gemeldet. Bei dem sofort eingeleiteten Großeinsatz konnte jedoch nichts gefunden werden.
Als gesichert gilt mittlerweile, dass ein Meteor mit einem explosionsartigen, gewaltigen Krachen in die Erdatmosphäre eingetreten und dann größtenteils verglüht ist. Der Himmelskörper hatte demnach stattliche Ausmaße, war mehrere Sekunden lang mit einer deutlichen Spur am Himmel zu sehen.
Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz präzisierte am Abend: „Über Rheinland-Pfalz kam es zu einem Meteoritenüberflug. Dieser zerbrach mit einem lauten Knall über dem Westen der Bundesrepublik.“ Bruchstücke hätten gegen 19.15 Uhr die Erde erreicht. Wie hoch die durch die Trümmerteile entstandenen Sachschäden sind, ist noch unklar.




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