Forscher stoßen in der Gefahrenzone der Antarktis auf eine versteckte Insel

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Ein 93-köpfiges Wissenschaftlerteam an Bord des deutschen Forschungseisbrechers Polarstern machte eine unerwartete Entdeckung im Weddellmeer der Antarktis, nachdem es aufgrund rauen Wetters in der Nähe von Joinville Island Schutz suchen musste. Während der Navigation in einem auf Seekarten als „Gefahrenzone“ gekennzeichneten Gebiet bemerkten die Forscher etwas, das wie ein verschmutzter Eisberg aussah.

Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um eine bisher unbekannte Felseninsel handelte. Das Team näherte sich bis auf 150 Meter und vermass sie mit einer Drohne. Dabei bestätigten sie die Maße von etwa 130 Metern Länge, 50 Metern Breite und einer Höhe von rund 16 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Insel blieb vermutlich unentdeckt, weil ihre eisbedeckte Oberfläche sie auf Satellitenbildern schwer von den umliegenden Eisbergen zu unterscheiden machte.

Wissenschaftler sind sich noch immer nicht sicher, warum das Gebiet als Navigationshindernis eingestuft, aber in den vorhandenen Daten nicht eindeutig als Land identifiziert wurde.

Bevor die Insel offiziell in Karten eingetragen werden kann, muss sie benannt werden, was online zu zahlreichen Vorschlägen geführt hat. Die Entdeckung fällt zeitlich mit Nachrichten aus Venedig zusammen, wo eine ehemals temporäre Sandbank namens Bacan durch ein Hochwasserschutzsystem zu einer permanenten Insel geworden ist.

Bacan beherbergt nun Vegetation und Wildtiere und verdeutlicht sowohl ökologisches Wachstum als auch potenzielle Umweltrisiken. Experten warnen, dass dies auf Veränderungen des empfindlichen Gleichgewichts der Lagune hindeuten könnte.

Mehr über aufgezeichnete Anomalien lesen Sie im Buch „Antarktis: Hinter der Eiswand„.

 

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