
Seit dem Neujahrstag rumort es wieder unter der Erde im Vogtland. Das größte Beben hatte eine Magnitude von 3,3. Es war das stärkste Einzelbeben in der Region seit 2018. Die Epizentren der Schwarmbeben liegen auf tschechischem Gebiet, aber die starken Erschütterungen waren auch auf deutscher Seite deutlich zu spüren.
Am Neujahrstag gab es die beiden stärksten Beben im Vogtland seit knapp acht Jahren. Bei den Erschütterungen um 17:38 Uhr und 18:04 Uhr wurden Magnituden von 3,2 und 3,3 gemessen.
Das erste stärkere Beben des neuen Schwarms war um 16:31 Uhr aufgetreten und hatte auch schon eine Magnitude von 2,9 aufgewiesen. Die Epizentren all dieser Beben lagen auf tschechischer Seite, östlich von Luby.
Einwohner auf der sächsischen Seite des Vogtlandes, aber auch im Erzgebirge berichten auf der Seite erdbebennews.de vor allem von dumpfem Grollen und Vibrationen, aber vereinzelt auch von knarrenden Gebäudeteilen, knackenden Fenstern oder Rissen im Putz der Hausfassade.
Laut automatisierten Schätzungen auf dem Erdbebenportal müssten mehr als eine halbe Million Menschen das Beben wahrgenommen haben. Über größere Schäden ist jedoch nichts bekannt.
Stärkste Erdbeben im Vogtland seit 2018
Laut Daten des Seismologieverbundes Mitteldeutschland hat es seit 2018 nicht mehr so starke Beben im Vogtland gegeben. Damals wurde Magnitude 3,5 erreicht, vier Jahre zuvor sogar Magnitude 4,2.
Die seismische Aktivität ging auch nach den Beben am Neujahrstag weiter. Die beiden stärksten Erschütterungen in der Nacht erreichten Magnitude 1,9 und 2,0. Laut Erdbebenforscher Jens Skapski könne eine erneute Verstärkung jedoch jederzeit erfolgen. Es bleibe abzuwarten, wie sich dieser Schwarm weiter entwickelt.




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